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© Becker/PZ-Archiv
15.09.2016

Suche nach Lösung für zentrale Positionen beim FC Nöttingen vor Heimspiel gegen Walldorf

Remchingen-Nöttingen. Mit dem Heimvorteil im Rücken hofft der FC Nöttingen auf das nächste Erfolgserlebnis in der Fußball-Regionalliga Südwest. Seine bisherige Ausbeute von sieben Punkten aus acht Spielen hat der Aufsteiger komplett daheim geholt. Jetzt will das Team am Freitag (19.00 Uhr) gegen den nordbadischen Rivalen FC Astoria Walldorf nachlegen. Doch Trainer Dubravko Kolinger weiß, dass es für sein Team keine einfachen Aufgaben in dieser Liga gibt: „Für uns ist jedes Spiel schwer.“

Gegen Walldorf (PZ-news tickert live von der spannenden Begegnung) muss der Nöttinger Trainer noch eine besondere Herausforderung bewältigen. Mit dem gelb-rot-gesperrten Felix Zachmann und dem studienbedingt verhinderten Reinhard Schenker fallen beide etatmäßigen Spieler für die Sechserposition aus. Was tun? „Wir haben ein paar Möglichkeiten im Kopf, ich werde das letzte Training abwarten und mich mit meinem Trainerteam besprechen“, sagt Kolinger.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Positionen im defensiven zentralen Mittelfeld neu zu besetzen. Der junge Teo Bräuning, zuletzt mehrfach als Teilzeitarbeiter im Einsatz, wäre eine Option, Sascha Walter eine andere. Der Defensivspieler hat sich nach längerer Verletzungspause (Bandscheibenvorfall) wieder zurückgemeldet. Auch Neuzugang Jonas Bergmann, der zuletzt unter einem bakteriellen Infekt litt, ist wieder dabei.

Der vielseitige Brenner

Vielleicht baut Kolinger aber auch das Team etwas um. Kapitän Timo Brenner, für seine Allrounderfähigkeiten bekannt, könnte von der Rechtsverteidigerposition in eine zentrale Rolle wechseln. „Er ist ja vielseitig einsetzbar“, sagt der Trainer vielsagend.

Möglicherweise läuft das Team aber auch gar nicht im 4-2-3-1 auf. Zuletzt spielte der FCN bereits im 4-1-4-1. Denkbar ist aber auch ein 3-5-2, bei dem die Mittelfeldspieler von den Außenbahnen bei gegnerischem Ballbesitz nach hinten rücken und sich eine Fünferkette bildet. „Ein probates Mittel, das man aus der Bundesliga und Champions League kennt“, lässt sich der ansonsten verschwiegene Kolinger immerhin entlocken.

Eine Bestätigung gibt es vom Trainer dann aber doch. Robin Kraski wird heute gegen Walldorf wieder das Nöttinger Tor hüten. Kraski wurde vor der Saison zur Nummer eins bei den Lila-Weißen bestimmt, zuletzt stand beim Spiel in Worms Andreas Dups zwischen den Pfosten. Das war laut Kolinger aber im Vorfeld so besprochen: „Beide Torhüter trainieren gut. Andreas macht Druck auf Robin. Das ist genau das, was wir erwarten“, so Kolinger.

Was vom Gegner heute zu erwarten ist, weiß der FCN-Coach ebenfalls: „Eine gut eingespielte Mannschaft mit schnellen Leuten, die kompakt auftritt und technisch versiert ist“, sagt Kolinger. Dass Walldorf mit Jannik Mohr, Jonas Kiermeier und Andreas Schön gleich auf drei gesperrte Spieler verzichten muss, sieht Nöttingens Trainer nicht unbedingt als Vorteil für sein Team. „Walldorf hat einen großen Kader mit vielen jungen, hungrigen Spielern“, sagt er. Hinzu kommt, dass Walldorf nicht gerade Nöttingens Lieblingsgegner ist. Gegen die Astoria-Städter gab es in den vergangenen Jahren in Liga und Pokal einige bittere Niederlagen.