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Philipp Spiegl zählt zu den Stützen im TB-Männerteam. Foto: Hennrich
Philipp Spiegl zählt zu den Stützen im TB-Männerteam. Foto: Hennrich
Ein Motor beim TB: David Bregazzi. Foto: Ketterl
Ein Motor beim TB: David Bregazzi. Foto: Ketterl
Lotte Schlecht (rechts) ist eines der größten Talente im Verein. Foto: Becker
Lotte Schlecht (rechts) ist eines der größten Talente im Verein. Foto: Becker
17.05.2018

TB-Pforzheim-Motor David Bregazzi: „Wir schaffen das“

Der TB Pforzheim sieht sich ein Jahr nach der Trennung von der TG 88 Pforzheim gut aufgestellt. Gebaut wird auf den Jugendbereich mit vielen Talenten. In der neuen Saison gibt es auch ein Damenteam.

Als sich die TG 88 Pforzheim und der TB Pforzheim im Januar 2017 einigten, die seit zehn Jahren bestehende Spielgemeinschaft aufzulösen, blieb nicht viel Zeit für neue Strukturen, denn mit den Qualifikationen für die Jugendligen standen die ersten Spiele der Saison 2017/2018 bereits im April 2017 an. Bei den Männern stand dem Turnerbund das Spielrecht in der Bezirksliga zu. „Können die überhaupt eine Mannschaft stellen“, war die Frage in Handballkreisen. „Wir schaffen das“, eine selbstbewusste Antwort aus dem TB-Lager.

Ganz so einfach war die Situation auf TB-Seite freilich nicht, zumal die Zeiten des eigenständigen Handballs (der TB war vor der Ehe mit der TG 88 auch eine solche mit dem TV Eutingen eingegangen) mehr als 20 Jahre zurücklagen. Da war es wichtig, dass sich TB-Urgesteine wie Hans Jäger, Uwe Heess, Volker Brandt, Gisela und Gerd Krettek und Jo Dampz nicht zu schade waren, noch einmal mit anzupacken und zusammen mit Susanne und David Bregazzi, den Motoren des Vereins, den Wagen ins Laufen zu bringen. Neu im Trainerteam waren Chris Bregazzi und Sandra Huth, die tolle Arbeit leisteten.

Mit Akteuren wie Philipp Spiegl, Sebastian Pfisterer, Fabian Habiger sowie Nikolas Schlebrowski und vielen mehr aus dem TB-Bestand sowie Markus Hellmann auf der Trainerbank ging man das Abenteuer an. Ein Aushang in der Hochschule erwies sich dann als Glücksfall, denn dank fünf Studenten, überwiegend aus der Reutlinger Ecke, war die Mannschaft nun so aufgestellt, um in der Bezirksliga, noch vor dem Ex-Landesligisten TV Calmbach im Endklassement Platz acht zu belegen. Finanzielles gibt es nicht, aber an Heimspieltagen ein von Handballfeen im TB-Vereinsheim in der Konrad-Adenauer-Halle selbst gekochtes Essen, und echte Kameradschaft und Zusammenhalt.

Das zweite Standbein des „neuen Turnerbund“ ist die Jugend, da kam es dem Verein entgegen, dass die Jugendarbeit bei der HSG überwiegend von den Bregazzis, Hans Jäger, Kretteks und Katja Pilz geleistet worden war. So kam es, dass sich ein Großteil der Jugend bzw. deren Eltern zu einem Wechsel zum TB entschieden. Bei der weiblichen Jugend konnten deshalb von der E-bis B-Jugend vier Mannschaften in die in diesen Altersklassen jeweils höchst möglichen Jugendligen geschickt werden. Mit fünften Plätzen bei der B- und C-Jugend im Endklassement der Badenliga war der TB maßgeblich am Aufschwung der weiblichen Handball-Jugend im Handballkreis Pforzheim mit beteiligt. Auch bei der männlichen Jugend startete man mit der C-Jugend gleich in der Landessliga und der D-Jugend in der Leistungsstaffel in Karlsruhe. Jetzt wird es auch eine B-Jugend geben.

Wenn man sich auch über Handballer in der Spitze freut, mit Magali Klasema, Luisa Bauer, Tamara Sandner und Lotte Schlecht (diese war auch schon zur Sichtung beim DHB eingeladen), steht ein Quartett im Kader der BHV-Landesauswahl, dennoch steht beim TB der Teamgedanke im Vordergrunde. Dass die Kinder und Jugendlichen regelmäßig und pünktlich zum Training und den Spielen kommen, sich gegenseitig achten, ist Kodex, dabei ist es wichtig, dass sich auch die Eltern einbringen und zu Spiel und Spaß mit einbezogen werden. In die eingegangenen Kooperationen mit drei Schulen und mehreren Kindergärten sind vor allem die pädagogischen Fachkenntnisse von Margarethe Barth, bekannt als Maggi, gefragt.

Einen weiteren Schub für die neue Saison, in der die TB-Jugend in den Qualifikationen derzeit auf einem guten Weg ist, verspricht man sich vom Zugang der Gebrüder Alexander und Ralf Schweiker sowie Yves Dupluet, die aus der Jugendarbeit bei der TGS Pforzheim und einem Jahr JSG Goldstadt enorme Erfahrung mitbringen.

Um der weiblichen Jugend eine Perspektive bieten zu können, beabsichtigt man zur neuen Saison erstmals, auch eine Frauenmannschaft zu stellen. Wie diese aussehen wird, ist noch nicht bekannt, aber wie bei den Männern vor einem Jahr heißt es jetzt auch bei den Frauen: „Wir schaffen das“.