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Starkes Comeback nach kurzer Verletzungspause: Denis Gremelmeyr steuerte einen Punkt zum Sieg des TC Wolfsberg in Oberweier bei.   Becker/PZ-Archiv
Starkes Comeback nach kurzer Verletzungspause: Denis Gremelmeyr steuerte einen Punkt zum Sieg des TC Wolfsberg in Oberweier bei. Becker/PZ-Archiv
06.08.2017

TC Wolfsberg: Mit Sieg im Verfolgerduell auf Platz drei verbessert

Oberweier/Pforzheim. Der TC Wolfsberg Pforzheim hat das zweite Verfolgerduell in der 2. Tennis-Bundesliga Süd innerhalb von drei Tagen beim TC Blau-Weiß Oberweier mit 6:3 gewonnen, den Tabellennachbar damit überrundet und steht auf dem dritten Platz. Allerdings mussten die Pforzheimer nach dem 4:2 in den Einzeln noch einmal ein wenig zittern, weil es das Spitzendoppel Andre Begemann/Rameez Junaid spannend machte. Nach einem 6:1 im ersten Satz gab man mit 3:6 den zweiten Durchgang ab. Im Match-Tiebreak lagen die TCWler lange hinten, ehe sie mit 10:8 doch noch den Sack zumachten. Mit Marko Lenz und Alexander Flock legte ein weiteres Pforzheimer Duo nach.

Die Wolfsberger erlaubten sich im Einzel erneut den Luxus, ohne Ausländer anzutreten – und hatten dennoch die Oberhand. Dass die beiden Spitzeneinzel verloren gingen, hatte man beim TCW einkalkuliert. Schließlich stehen Oberweiers Spitzenspieler Attila Balazs (Ungarn) und Alexey Valutin (Russland) unter den Top 200 weltweit. Doch Marko Lenz verlangte dem Ungarn im Spitzenspiel alles ab, gewann den ersten Durchgang 6:3 und hatte im Match-Tiebreak einige aus seiner Sicht unglückliche Ballwechsel.

Auch Pforzheims Nummer zwei Pascal Meis war nicht chancenlos, sicherte sich den ersten Durchgang nach 2:5-Rückstand noch 7:5 und vergab im zweiten Durchgang den Spielball zum 2:0. „Wenn er den macht“, sagt TCW-Teamchef Thomas Hell, „kann die Partie ganz anders laufen.“

Von Punkt drei bis sechs dominierten die Pforzheimer aber die Spielfelder. Der reaktivierte Andre Wiesler hielt dieses Mal körperlich bis zum letzten Ballwechsel durch und sicherte sich gegen Denis Kapric in zwei Sätzen den Zähler. Denis Gremelmeyr meldete sich zurück, nachdem er beim 2:7 gegen Reutlingen am Freitag noch mit einem eingeklemmter Nerv im Nacken ausgefallen war, und gab Eduardo Struvay in zwei Sätzen das Nachsehen. Alexander Flock musste in die Verlängerung, machte aber im Match-Tiebreak gegen Andrej Kracman mit 10:8 alles klar. Und Holger Fischer untermauerte seinen Ruf als Punktebank, auch wenn er beim 7:5, 7:5 gegen Philipp Bauer mehr kämpfen musste, als ihm lieb war: „Er hat sich in jeden Satz richtig reinbeißen müssen“, berichtet Teamchef Thomas Hell, der mit dem Team zufrieden die Heimreise antreten konnte. ok