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Die Blicke vieler Tennisfans zieht Großhesselohes Florian Mayer – einst Nummer 18 der Welt – auf dem Wolfsberg auf sich. Foto: Hennrich
Die Blicke vieler Tennisfans zieht Großhesselohes Florian Mayer – einst Nummer 18 der Welt – auf dem Wolfsberg auf sich. Foto: Hennrich
29.07.2018

TC Wolfsberg chancenlos: 0:9 gegen den Spitzenreiter

Pforzheim. Dass es richtig schwer wird, dem souveränen Spitzenreiter des 2.Tennis-Bundesliga Süd, TC Großhesselohe, Paroli zu bieten, hatten die Spieler und Verantwortlichen des TC Wolfsberg erwartet.

Zu stark ist die Auswahl um Top-100-Spieler Thomas Mayer, die letztlich mit 9:0 gewann, besetzt. Und doch „hätten wir uns aus den Einzeln etwas mehr erhofft“, sagte Teammanager Thomas Hell gestern Nachmittag.Die drei Doppel liefen in jenen Minuten zwar noch. Doch da die Bayern jedes Einzel gewonnen hatten, standen sie bereits als Sieger fest. „Dennoch wollten wir die Doppel auf jeden Fall spielen“, betonte Hell – auch für die 350 Zuschauer, die den Weg auf dem Wolfsberg gefunden hatten. „Einige davon sind extra wegen Florian Mayer gekommen“, so Hell. Diese wurden nicht enttäuscht: Beim 6:4, 6:1 gegen Pforzheims Marko Lenz zeigte der einstige 18. der Weltrangliste, was in ihm steckt. Nur im ersten Satz gab es einzelne Phasen, in denen Lenz Mayer ärgern konnte. Letztlich brachte er den 1,91 Meter großen Franken aber nie ernsthaft in Gefahr.

Drei andere TCW-Akteure kamen da einem Erfolg im Einzel schon näher: Alexander Flock etwa, der gegen den Tschechen Marek Jaloviec bei 5:4 und eigenem Aufschlag nah am Satzgewinn war – und dann doch mit 1:6, 5:7 unterlag. Oder Tim Rühl, der gegen den Spanier Alejandro Davidovic zunächst glänzte, ein Break holte und im ersten Satz mit 4:1 vorne lag – doch dann gleich dreimal den eigenen Aufschlag nicht durchbrachte. „Und schon steht es plötzlich 4:6 und 0:2“, blickte Hell auf das Match zurück, das 4:6, 4:6 endete. So war es schließlich der 25-jährige Pascal Meis, der für Pforzheims einzigen Satzgewinn im Einzel sorgte. Aber sein Kontrahent Lucas Miedler zeigte sich vom 1:6 nicht beeindruckt. Im Gegenteil: Er spielte plötzlich so abgezockt und sicher auf, dass Meis kaum noch etwas gelang. 2:6 im zweiten Satz, 2:10 im Match-Tiebreak – so war auch dieses Match schnell gelaufen.

Davon konnte indes beim Doppel von Marko Lenz und Alexander Flock keine Rede mehr sein. Gegen Miedler und Jaloviec gelang ihnen beim Stand von 3:3 im ersten Satz ein Break, den Kontrahenten eines beim Stand von 3:4 im zweiten. Nach 6:4 und 3:6 musste der Match-Tiebreak her – und den erkämpften sich Miedler und Jaloviec mit 13:11.

Für den TCW geht es am Freitag vor heimischer Kulisse weiter – dann gegen die SpVgg Hainsacker, eine direkte Konkurrentin im Kampf um den Ligaverbleib. Ein Sieg, davon geht Hell aus, ist für Pforzheim in den verbleibenden vier Spielen auf jeden Fall noch nötig, um sich den Klassenerhalt zu sichern. Erst recht, da auch schwach gestartete Mannschaften inzwischen jubeln: Der bisherige Letzte THV Rüsselsheim, gegen den der TC Wolfsberg am Freitag 6:3 gewonnen hatte, bezwang den TC Amberg am Schanzl gestern mit 7:2.