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Gab alles, aber es reichte nicht: Marko Lenz vom TCW. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
Gab alles, aber es reichte nicht: Marko Lenz vom TCW. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
26.07.2015

TC Wolfsberg verliert nach großem Kampf

Das war am Ende noch ein wahrer Tennis-Krimi. Der TC Wolfsberg Pforzheim hat am Sonntag sein Heimspiel in der 2. Tennis-Bundesliga gegen den SC Uttenreuth knapp mit 4:5 verloren. Dabei sah es nach den Einzeln und dem Zwischenstand von 2:4 nicht gut aus für den Gastgeber. Doch in den Doppeln wurde es noch einmal richtig spannend. Fast zeitgleich gewannen die Wolfsberger Marko Lenz/Alexander Flock und Denis Gremelmayr/Rameez Junaid ihre Matches jeweils im Match-Tiebreak und glichen zum 4:4 aus.

Auf dem anderen Platz ging es im Einser-Doppel ebenfalls in den Match-Tiebreak. Alle Zuschauer strömten nun auf Platz eins, wo Roberto Marcora/Ricardo Bellotti vom TCW plötzlich die Chance hatten, die Partie noch zu drehen. Doch nach dem 3:3-Zwischenstand verlor das italienische Duo im TCW-Dress mit 3:10 gegen das Gäste-Spitzenpaar Lamine Ouahab/Adrian Sikora. „An Spannung war das am Ende fast nicht mehr zu toppen, nachdem es erst danach ausgesehen hatte, dass wir in den Doppeln keinen Fuß vor den anderen bekommen“, sagte TCW-Teammanger Thomas Hell am Sonntagabend nach dem letzten Ballwechsel. Nach dieser zweiten sehr knappen Niederlage rangiert das TCW-Team mit 4:4 Punkten auf Platz sechs im Neunerfeld der 2. Tennis-Bundesliga.

Der knappe Spielausgang ist bemerkenswert, weil die Platzherren ersatzgeschwächt in die Partie gegen die starken Franken gingen. Spitzenspieler Stefano Travaglia fehlte wegen einer Rückenverletzung. Alexander Flock und Denis Gremelmayr waren angeschlagen und spielten deshalb nur Doppel. Kurzfristig holte Thomas Hell am Samstag den Italiener Roberto Marcora in die Mannschaft. Doch der hatte an Nummer eins gegen den cleveren Algerier Lamine Ouahab keine Chance. Unglücklich agierte an Nummer zwei Ricardo Bellotti. Der Italiener gewann den zweiten Satz gegen den Slowaken Adrian Sikora mit 6:2, nachdem er den ersten Durchgang mit 4:6 verloren hatte. Im Match-Tiebreak wähnten die zahlreichen Fans auf der Anlage den Wolfsberger beim Stande von 5:1 auf der Siegerstraße. Doch Sikora konterte stark und Bellotti „fehlte ein bisschen das Selbstvertrauen“, glaubt Teammanager Hell nach dem 9:11 im dritten Durchgang.