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Bei der TG 88 war Milica Vlahovic kaum zu stoppen – doch nicht nur wegen ihrer acht Tore hatte die Rückraumspielerin großen Anteil am Erfolg der Pforzheimer Handballerinnen gegen Möglingen.  Foto: Becker 

TG 88 beißt sich durch und dreht Heimspiel

Pforzheim. Die Handballerinnen der TG 88 Pforzheim sind mit dem erhofften Heimsieg in die Drittliga-Saison gestartet. Das Team von Trainer Henning Rupf schaffte am Samstag gegen den TV Möglingen ein 30:27 (17:16). „Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden und froh, dass wir das Spiel gewonnen haben“, sagte Rupf: „Es war klar, dass es ein schweres Spiel wird.

Ende gut, alles gut lässt sich aus Pforzheimer Sicht sagen, nachdem die TG 88 gegen einen auf dem Papier ähnlich starken Gegner zweimal den Anschluss zu verlieren drohte und sich doch noch die erhofften Punkte gesichert hat. Ungünstig zu Beginn war die Nervosität des Heimteams. „Möglingen war von Anfang an sehr präsent. Mit ihrem wahnsinnigen Tempo haben sie uns vielleicht auch ein Stück weit überrascht“, sagte Rupf hierzu. So hieß es nach zwölf Minuten 4:9. Zur Pause lag dann die TG 88 mit einem Tor vorn, doch in der zweiten Hälfte zog der Gegner erneut davon. In der 47. Minute hieß es 21:24. Danach waren fünf Pforzheimer Tore nacheinander wichtig, um das Spiel umzubiegen.

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Als Pforzheim noch viele Chancen ausließ, war dies doppelt bitter, weil Möglingen dadurch oft zu leichten Gegenstoßtoren kamen. Trainer Rupf setzte jedoch nicht auf große Umstellungen, sondern war geduldig.

Emotional wichtiges Zeichen gesetzt

Letztlich zahlten sich kleine Veränderungen aus: Zum Beispiel hielt das Team eher nach Lücken am Kreis Ausschau, nachdem das Team aus der Distanz nicht so erfolgreich war. „Laura Friedrich am Kreis wächst mehr und mehr in die Rolle einer Leistungsträgerin, was sich schon in der Vorbereitung angedeutet hatte“, sagte Rupf. Was Dina Hesse, die im Tor durchspielte und die achtfache Torschützin Milica Vlahovic angeht, lautete das Urteil des Trainers sogar „überragend.“ Torhüterin Hesse habe in der entscheidenden Phase einen Gegenstoß und dann noch den Nachwurf gehalten und so ein auch emotional wichtiges Zeichen gesetzt.

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Mit der nächsten Partie bestritt die TG 88 Neuland: Sie muss zum 1. FC Köln 01/07, mit dem man es bisher noch nicht zu tun hatte. Das erste Spiel macht Hoffnung, mit einer Prognose ist Rupf aber vorsichtig: „Wie es im Gesamtkontext aussieht, muss man die nächsten Wochen schauen.“

Ralf Kohler

Ralf Kohler

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