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Beeindruckend: Die TGS Pforzheim hat eine Woche nach dem Heimsieg gegen den TSV Neuhausen (in Blau) auch bei der TSG Haßloch gewonnen. Als achtfacher Torschütze hatte Maris Versakovs großen Anteil am Erfolg in der Pfalz.  Foto: HennrichPZ-Archiv 

TGS-Handballer beißen sich durch: Pforzheimer siegen in Haßloch

Dank einer großen kämpferischen Leistung haben die Handballer der TGS Pforzheim bei der TSG Haßloch mit 29:23 (13:11) gewonnen. Dass die Pfälzer nicht irgendein Drittligist sind, hatten sie eine Woche zuvor bewiesen. Da entschieden sie beim amtierenden Meister SG Nußloch das Duell der Trainer-Brüder Job mit 28:25 für sich.

Trotz eines Hochs gehen die Haßlocher davon aus, dass es für sie nur um den Klassenverbleib geht. Doch gegen das auch von den Pfälzern hoch eingeschätzte TGS-Team waren die Hausherren bis zur 54. Minute immer wieder dran. Wie schon häufig hielt allerdings der Pforzheimer Neuzugang Sebastian Ullrich stark. Mit überragenden Paraden verhinderte er den Ausgleich. Zudem stärkte Ullrich das Selbstvertrauen der bravourös kämpfenden Abwehr.

Bis Mitte der ersten Hälfte war auf beiden Seiten viel Sand im Getriebe, was Fehlwürfe und technische Fehler zeigten. Nachdem Haßloch in der 20. Minute auf 9:6 davonzog, ging plötzlich ein Ruck durchs Pforzheimer Team: Deutlich mehr Laufbereitschaft und Aggressivität in der Defensive führten zu schnell vor getragenen und erfolgreich abgeschlossenen Angriffen. Maris Versakovs gelangen fünf Treffer in Folge. Aus dem 6:9-Rückstand wurde innerhalb von nur sieben Minuten eine 12:9-Führung. Zur Pause lag die TGS immerhin noch mit 13:11 vorne. Übrigens hatte auch der Gegner einen starken Letten: Elvijs Borodovskis traf bis zur Pause immerhin auch vier Mal, nur einmal weniger als Versakovs.

Der Pforzheimer Lette erzielte insgesamt acht Tore und hatte auch seinen Anteil daran, dass die TGS das Spiel vorzeitig entschied: In der 57. Minute lagen Versakovs und Co. erstmals mit fünf Toren vorn. Mit einem sehenswerten Geschoss setzte Kapitän Florian Taafel zwei Sekunden vor Spielende den Schlusspunkt. Pforzheimer Spieler und Fans feierten das 29:23 ausgelassen. Nach dem nicht unbedingt zu erwartenden Auswärtssieg belegt das Team aus der Nordstadt den dritten Platz.

TGS-Trainer Andrej Klimovets hält aber auch große Stücke auf den Gegner: „Haßloch ist eine körperlich sehr starke Mannschaft, breit aufgestellt und hat in den vergangenen Runden eigentlich immer unter ihren Möglichkeiten abgeschnitten. Die Ergebnisse in der laufenden Saisonweisen darauf hin, dass das Team von Tobias Job in dieser Saison zu beachten ist und zu den stärkeren Mannschaften in der Liga gehört. “

Beeindruckende Abwehrbilanz

Von daher ist erst recht bemerkenswert, dass die TGS ohne Zeitstrafen auskam und der Gegner auch lediglich zwei Siebenmeter zugesprochen bekam. Neben der erneut sehr starken Abwehrleistung verdient unbedingt die Treffsicherheit von Marco Kikillus Erwähnung. Er hatte schon zu Beginn wichtige Tore erzielt und war insgesamt zehnmal erfolgreich. Sechs seiner Treffer erzielte Kikillus per Siebenmeter.

TGS Pforzheim: Ullrich, Binder – Klyuyko, Klimovets, Taafel 5, Kikillus 10/6, Mitzel, Sruk 1, Fassunge, Wysokinski 4, Dykta 1, Salzseeler, Versakovs 8.