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Mit seinen sieben Toren vom Kreis trug Christian Streichsbier einen großen Teil zum Punktgewinn der TGS Pforzheim gegen den TSVAltensteig bei. Hennrich

TGS-Handballer geben trotz langer Führung Punkt gegen Altensteig ab

TGS-Handballer geben trotz langer Führung noch Punkt gegen Altensteig ab.Torhüter Binder hält Siebenmeter und sichert 26:26 für die Gastgeber.

Es war ein Déjà-vu-Erlebnis für die TGS Pforzheim. Schon beim letzten Auswärtsspiel in Heidelsheim lag das Oberliga-Team von Spielertrainer Hans Christensen komfortabel in Führung, konnte den Vorsprung aber nicht über die Zeit retten. Jetzt passierte das gleiche Malheur auch vor eigenem Publikum. In der Benckiser-Halle führten die Pforzheimer Handballer bis kurz vor Spielschluss zwar noch gegen den TSV Altensteig, waren mit dem Endergebnis von 26:26 zu guter Letzt aber gut bedient.

Denn der Schuss hätte auch leicht nach hinten losgehen können. Nur eine Glanztat von Torhüter Jonathan Binder, der Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter von TSV-Torjäger Maximilian Cahn entschärfte, verhinderte die Heimniederlage gegen den Abstiegskandidaten aus dem Schwarzwald.

Zu Anfang der Partie hatte allerdings vieles auf einen klaren Erfolg der Turngesellschaft hingedeutet. Bereits nach acht Minuten hatten die Pforzheimer das 5:3 herausgeworfen und bauten die Führung sogar in doppelter Unterzahl zum 13:10 und 15:11 aus.

Doch der Gegner ließ sich auch nach der Halbzeit 15:12 partout nicht abschütteln. Angetrieben vom überragenden Trainersohn Michael Keller acht Treffer, der neben dem langen Maximilian Cahn 9 im Rückraum glänzte, kam Altensteig immer näher heran. Aus einem 17:13 für die TGS wurde im Handumdrehen ein 17:16. „Gerade in der zweiten Halbzeit waren wir oft zu ungeduldig mit unseren Angriffen und sind nicht mehr so konsequent wie vorher aufs Tor gegangen“, monierte TGS-Coach Christensen, der selber in der Abwehr aushalf.

Neben dem sieben Mal erfolgreichen Dymytro Sydorchuk war es vor allem Christian Streichsbier und Abwehrchef Tobias Müller zu verdanken, dass der Gegner nicht Oberwasser bekam. Während Streichsbier sieben Treffer in der zweiten Hälfte am Kreis fast jedes Anspiel verwertete, war Müller in der Schlussphase zur Stelle, als seine Mannschaft beim 24:25- und 25:26-Rückstand zunehmend Nerven zeigte. „Wir haben ein paar blöde Zeitstrafen kassiert. Das hat die Sache zusätzlich erschwert“, befand Streichsbier und ergänzte: „Mit dem Punkt müssen wir wohl oder übel zufrieden sein.“

TGS Pforzheim: Binder, Krettek – Körner 2, Streichsbier 7, Müller 3, Christensen, Kaiser 1, Althuon 3/1, Koziol, Kusterer, Sydorchuk 7, Zergon 3