760_0900_15178_.jpg TGS Pforzheim: Erfolg auf der ganzen Linie
Wieder einmal eine Klasse für sich: Florian Taafel erzielte beim Heimsieg gegen Weinsberg alleine 15 Treffer. Hennrich

TGS Pforzheim: Erfolg auf der ganzen Linie

Superlative gibt es für die Handballer der TGSPforzheim in dieser Oberliga-Saison in Serie. Da machte auch der 40:29-Heimsieg gegen den abstiegsbedrohten TSV Weinsberg keine Ausnahme. Bei 34:0 Punkten führt das Team mit großem Vorsprung die Tabelle an. Und mit 15 Treffern hat TGS-Kapitän Florian Taafel auch das inoffizielle Duell gegen den Weinsberger Tim Landenberger (10) klar für sich entschieden. „Ich habe mich schon vor der Partie wegen der Zeitungsberichte köstlich amüsiert“, verriet Taafel und stellte klar: „Das war keine Extra-Motivation. Für mich zählt im Endeffekt nur der Erfolg der Mannschaft.“

Der war aus Pforzheimer Sicht nur in der Anfangsphase gefährdet. Vor allem der Weinsberger Rückraum um Ex-Bundesliga-Spieler Sebastian Sauerland und Tim Landenberger machte den Gastgebern in der Benckiser-Halle das Leben schwer. Trotz des treffsicheren Trios Florian Taafel, Nils Brandt und Andrej Klimovets ließ sich der Gegner zunächst nicht abschütteln. Nach dem 4:2 für die TGS lagen beide Teams bis kurz vor der Pause gleichauf. Ein kleiner Zwischenspurt mit Tempogegenstößen durch Marco Kikillus traf, brachte allerdings die verdiente 18:15-Halbzeitführung.

Auch danach hielten die Turngesellen die Schlagzahl hoch und zogen auf 23:17 davon. „Solche Spielverläufe haben wir in dieser Runde schon oft erlebt. Die Mannschaft hat einmal mehr bewiesen, dass sie eine Schippe drauflegen kann“, lobte TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel. Dabei zahlte sich die Umstellung in der Pforzheimer Deckung aus, nach der sich die beiden Torjäger-Rivalen im direkten Duell gegenüberstanden. Während Taafel in der zweiten Hälfte neunmal traf, gelangen Landenberger nur noch zwei Tore.

„Ich habe genau gewusst, dass unser Gegner das hohe Tempo nicht bis zum Schluss mitgehen kann“, versicherte TGS-Trainer Damir Lebovic. „Die Weinsberger Stärken im Rückraum und auf der Kreisläufer-Position wurden nach und nach neutralisiert.“

Lediglich noch beim 24:21 kamen die Gäste auf drei Treffer heran. Dann sorgte auch TGS-Keeper Jonathan Binder mit sehenswerten Paraden für Aufsehen. Den Schlusspunkt zum 40:29 setzte der zurückgekehrte Kreisläufer Christian Streichsbier mit seinem ersten Saisontor. „Es hat heute zwar alles gepasst“, resümierte Damir Lebovic. „So kurz nach der Winterpause ist die Mannschaft aber noch nicht in Höchstform.“

TGS Pforzheim: Binder, Hämmerling – Streichsbier 1, Pietrucha2, Taafel 15/4, Kikillus 2, Hoffmann 4, Kaiser 2, Klimovets 8, Zergon, Brandt 6, Sydorchuk, Zluhan