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Suche nach einem Ballabnehmer: Florian Taafel (rechts) von der TGS Pforzheim im Zusammenspiel mit Michal Wysokinski. Foto: PZ-Archiv/Hennrich
Suche nach einem Ballabnehmer: Florian Taafel (rechts) von der TGS Pforzheim im Zusammenspiel mit Michal Wysokinski. Foto: PZ-Archiv/Hennrich
11.01.2018

TGS Pforzheim: Personalprobleme setzen sich fort

Pforzheim. Bei Pforzheims Handball-Flaggschiff TGS Pforzheim hatte man gehofft, dass sich nach der Weihnachtspause die personelle Lage entspannt. Die Hoffnung war vergebens.

Die Wartberger müssen zum Auftakt der Rückrunde beim Spitzenreiter Salamander Kornwestheim einmal mehr mit dem buchstäblich letzten Aufgebot auflaufen. Mit Keeper Sebastian Ullrich, der sich Anfang Dezember im Training den Bruch des Mittelfußes zuzog und voraussichtlich bis Mitte Februar ausfällt, sowie Rückraumspieler Maris Versakovs (Lehrgang der lettischen Nationalmannschaft) fehlen den Nordstädtern in der Kornwestheimer Osthalle zwei Leistungsträger.

Die Langzeitverletzten Evgeni Prasolov und Markus Bujotzek werden am Samstag zwar wieder mit von der Partie sein, doch von beiden Rückraumspielern sollte man sich nach dreimonatiger Zwangspause und nur einer Woche Training keine spielentscheidenden Akzente erwarten.

Auf der Torhüterposition sind die Wartberger in der glücklichen Lage, mit Jonathan Binder einen zweiten herausragenden Keeper in der Hinterhand zu haben. Dazu rückt A-Jugendtorhüter Dominik Merz in den Kader. Im Rückraum hingegen muss Florian Taafel angesichts des Fehlens seines Mitstreiters Versakovs den Spielaufbau fast im Alleingang schultern. In der Abwehr wird wohl Trainer Andrej Klimovets wieder den rot-weißen Dress überstreifen.

Im Gegensatz zu Andrej Klimovets kann Kornwestheims Trainer Alexander Schurr, dem der Ex-Pforzheimer Hans Christensen zu Beginn der neuen Runde die Mannschaft als Meister und Aufsteiger übergeben hat, derzeit auf einen vollständigen und vor allem auch in der Breite qualifizierten Kader setzen. Der Test am vergangenen Wochenende gegen die ukrainische Nationalmannschaft unterstrich, dass man den „Lurchis“ durchaus den Durchmarsch von der Oberliga in die 2. Liga zutrauen kann.

Für die Qualität des Aufsteigers spricht auch das Torverhältnis. Mit 466 Toren stellt Kornwestheim den zweiterfolgreichsten Angriff der Liga, mit 399 Gegentreffer auch noch die stärkste Abwehr. Mit Rechtsaußen Peter Jungwirth, der für Magdeburg und Wetzlar schon in der 1. Bundesliga auflief, hat Kornwestheim mit derzeit 167 Treffern auch den bislang erfolg-reichsten Torschützen der Liga. Aber in dieser Hinsicht brauchen sich Pforzheims Florian Taafel (111) und Marco Kikillus (100) nicht zu verstecken.