760_0900_10864_.jpg
 
760_0900_10863_.jpg
Immer wieder fanden Nils Brandt (am Ball) und seine Mitspieler die Lücken in den Altenheimer Abwehr. Ripberger 

TGS Pforzheim: Sieg mit kleinen Schönheitsfehlern

TGS Pforzheim beim 31:24 gegen Altenheim mit Abstimmungs-Problemen. Nach drittem Sieg in Folge Spitzenreiter in der BW-Oberliga.

Fünfzehn starke Minuten haben der TGS Pforzheim am Samstagabend gereicht, um auch das dritte Saisonspiel zu gewinnen. Nach dem letztlich klaren 31:24 (16:14) gegen den südbadischen Aufsteiger TuS Altenheim haben die Nordstädter die Tabellenführung in der Oberliga Baden-Württemberg übernommen.

In der voll besetzten Sporthalle im Benckiserpark legten die Gastgeber los wie die Feuerwehr. Nach fünf Minuten stand es 5:0. „Das war wie aus einem Guss. Aber vielleicht haben wir zu früh zu hoch geführt“, sagte Kapitän Florian Taafel nach dem Spiel zu dem Phänomen, dass die TGS danach das Heft aus der Hand gab.

In Bedrängnis

Altenheim nahm eine Auszeit, riss sich zusammen, steigerte sich, und brachte das Team von Trainer Damir Lebovic in Bedrängnis. „Da hat man gesehen, dass wir noch viele Abstimmungsprobleme haben“, sagte Neuzugang Nils Brandt, der mit sieben Toren zweitbester Torschütze der TGS hinter Florian Taafel (10 Tore) war.

Altenheim kämpfte, glich in der 16. Minute zum 8:8 aus und ging sogar mit 9:8 in Führung. Die Partie blieb auch in der zweiten Halbzeit offen – bis zur 50. Minute vermochte die TGS ihre zweifellos deutlich höhere individuelle Klasse nicht auszuspielen. Dann schwächte sich Altenheim durch Zeitstrafen selber, Pforzheim zog die Zügel an und spielte jetzt auch seine physische Überlegenheit aus. Altenheim gelang in den letzten zwölf Minuten nur noch ein Tor, auch ein Verdienst des überragenden Keepers Jonathan Binder, der in der zweiten Hälfte das TGS-Tor hütete.

„Zu früh für Prognosen“

Trotz des Traumstarts bleibt man in Pforzheim auf dem Teppich. Der zweitliga-erfahrene Nils Brand will noch nicht von einer Favoritenrolle für sein Team in der BW-Oberliga sprechen. „Für solche Prognosen ist es viel zu früh. Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen.“ In zwei Wochen spielt die TGS beim VfL Pfullingen, einem der Favoriten in der Liga. „Wenn wir auswärts ein Team wie Pfullingen schlagen sollten, dann könnten wir sagen, dass wir vorne dazugehören“, meint Nils Brandt. Doch zunächst wartet am kommenden Samstag das Auswärtsspiel in Wangen. Der Aufsteiger aus dem Allgäu hat Pfullingen soeben dank einer überragenden Leistung mit 31:28 geschlagen. Also auch diese Partie wird zu einem Gradmesser für die Turngesellen aus Pforzheim.