760_0900_13111_.jpg TGS Pforzheim: Ungebremst Richtung Weihnachtspause
Richtig zugelangt haben die Gäste in der Anfangsphase des Spiels und ließen die Pforzheimer mit Andrej Klimovets (rechts) nicht zur Entfaltung kommen. Nach der Pause kam der TGS-Express aber wie gewohnt ins Rollen. Gössele 

TGS Pforzheim: Ungebremst Richtung Weihnachtspause

Wer soll die TGS Pforzheim eigentlich noch stoppen? Auch das Spitzenspiel in der Oberliga entschieden die Handballer aus der Goldstadt am Samstagabend mit 33:25 (13:14) gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen deutlich für sich. Zwölftes Spiel, zwölfter Sieg, ungebremst geht es Richtung Weihnachtspause. Der siebenfache Torschütze Nils Brandt beantwortete die Frage nach einem möglichen Stolperstein kurz und bündig: „Eigentlich können wir uns nur selbst aufhalten.“

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TGS schlägt Oftersheim/Schwetzingen im Spitzenspiel

Auch im Angriff spielten die Oftersheimer flüssig und abgezockt, gingen beim Wurf so wuchtig zu Werke, dass die Grenze zum Stürmerfoul häufig überschritten schien. Die Rückraumspieler Jan Triebskorn und Marius Kleinert sowie Kreisläufer David Ganshorn waren phasenweise nicht zu halten. „Die haben in der ersten Halbzeit 120 Prozent gegeben“, erkannte auch TGS-Torjäger Florian Taafel, der mit seinen Toren die Pforzheimer auf Kurs hielt, neidlos an.

Natürlich sah TGS-Coach Damir dem Treiben nicht tatenlos zu. Nachdem seine frühe Auszeit wenig geholfen hatte, gelang ihm mit dem Torhüter-Wechsel nach 25 Minuten der möglicherweise entscheidende Schachzug. Mit seinen Paraden zog Philipp Hämmerling, der den glücklosen Jonathan Binder abgelöst hatte, den Gästen den Zahn. „Auch die Umstellung der Pforzheimer Abwehr auf eine 5-1-Formation hat uns nicht geschmeckt“, gab Gästetrainer Christian De Maria später zu Protokoll.

Und noch etwas spielte den Gastgebern in die Karten: Ab der 28. Minute traf auch Nils Brandt. „Zunächst bin ich überhaupt nicht zurecht gekommen“, gestand er später ein. Und die Versuche, gegen die offensive Gästeabwehr die „Eins-gegen-eins“-Situationen zu suchen, hätten Oftersheim in die Karten gespielt. „Da haben wir uns ohne Ball zu wenig bewegt“, zeigte sich auch Florian Taafel selbstkritisch.

Nach der Pause wurde die Begegnung in der Benckiserhalle schnell einseitig. Aus dem 13:14 wurde innerhalb weniger Minuten ein 18:15, aus dem 19:18 bald ein 26:18. Die Messe war gelesen. „Die haben in der ersten Halbzeit viel Energie gelassen“, vermutete Nils Brandt später auch ein Kraftproblem beim Gegner. Das sah Christian de Maria nicht so: „Wir mussten nach der Pause immer einem Rückstand hinterher laufen. Das hat Kraft gekostet.“

Spielstatistik

TGS Pforzheim – HG Oftersheim/Schwetzingen 33:25

Binder, Hämmerling – Taafel (9 Tore/davon 2 Siebenmeter), Pietrucha 3, Kikillus, Hoffmann 1, Kaiser 4, Ast, Zergon 4, Brandt 7, Zluhan 1

HG Oftersheim/Schwetzingen: Unser, Schneider – Siegel 5, Schmidt, C. Kaiser, Nowak, Kinscherf, Triebskorn 5, Kleinert 5, Klein, Sauer 3, Ganshorn 7/3

Schiedsrichter: Schwenkel/Fischer

Zeitstrafen: TGS 4 Minuten/HG 8 Minuten

Spielfilm: 0:3, 2:6, 6:7, 9:11, 11:11, 13:14 (Halbzeit), 14:15, 18:15, 19:18, 26:18, 28:22, 33:25