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Florian Taafel (Mitte) möchte mit der TGS Pforzheim am Sonntag gegen Willstätt den nächsten Sieg einfahren. Ripberger, PZ-Archiv 

TGS Pforzheim beim „rätselhaften“ TV Willstätt in der Favoritenrolle

Pforzheim. Nach der Niederlage in Saarlouis muss Handball-Drittligist TGS Pforzheim am Sonntag (17 Uhr) beim TV Willstätt erneut auswärts ran. Keine Frage, dass die Wartberger den ersten Spielverlust der noch jungen Runde sofort ausgleichen wollen. Ohne Zweifel laufen die Nordstädter in Willstätt auch als Favorit auf.

Im Training dieser Woche hat die TGS den enttäuschenden Auftritt im Saarland gründlich analysiert, mit dem Ergebnis, dass der Angriff zwar etliche gute Chancen liegengelassen hat, der hauptsächliche Grund für die Niederlage aber eher in den Reihen der zu offen agierenden Abwehr zu suchen ist. Saarlouis verstand es jedenfalls geschickt, immer wieder Akteure aus der 6:0-Deckung herauszulocken, um mit ihren wendigen Spielern aus der zweiten Reihe anschließend erfolgreich in die sich ergebenden Lücken zu stoßen.

Nachdem die Schwachstellen erkannt sind, will das Team von Trainer Michael Rost sich am Sonntag in der Ortenau in dieser Hinsicht kompakter verhalten. Vielleicht ist dort erstmals auch Neuzugang Michael Oehler dabei, der nach seiner Schienbeinverletzung wieder im Training steht und der in Willstätt auch dabei sein will, letztendlich aber selbst entscheiden muss, ob es schon geht. Fehlen wird indes weiter Fabian Dykta, dessen Muskelverletzung einen Einsatz noch nicht zulässt.

Rätselhafter TV Willstätt

Für den sportlichen Leiter der Wartberger Wolfgang Taafel bleibt der TV Willstätt, der sich die zweite Saison in der 3. Bundesliga mit zwei Siegen in der Relegation gegen den TSV Neuhausen auf den letzten Drücker gesichert hat, ein Buch mit sieben Siegeln. „Mit Akteuren wie Felix Gäßler, Daniel Schiedermann oder auch Regis Matzinger sind die Südbadener personell recht stark bestückt, bleiben aber seit Jahren hinter ihren Möglichkeiten“, so Taafel. Um anschließen aber mahnend den Finger zu heben: „Wir müssen in der Hanauerlandhalle aber auf jeden Fall vom Anpfiff weg hellwach auftreten, von der Form, die wir erreichen wollen, sind wir jedenfalls noch weit weg.“

Für die Willstätter war die Ausbeute in dieser Saison recht mager. Nur einen Punkt konnte der TVW bisher aus den vier Spielen mitnehmen, musste aber auch schon gegen Topteams wie Saarlouis oder Fürstenfeldbruck ran.