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Nach zwölf Treffern beim beeindruckenden Drittliga-Sieg gegen Kornwestheim ist Marco Kikkilus von der TGS nun alleinige Nummer eins der Torjäger-Wertung (im Hintergrund Gäste-Torhüter Pascal Welz). Foto: Ripberger
16.09.2018

TGS Pforzheim entzaubert den Ersten der vorigen Drittliga-Saison

Pforzheim. Handballherz was willst du mehr! Die TGS Pforzheim bietet ihren Fans derzeit beste Samstagabend-Unterhaltung. Nach dem starken Auftritt gegen den VfL Pfullingen entzauberte die Mannschaft von Andrej Klimovets nun auch den amtierenden Meister. Der SV Salamander Kornwestheim wurde mit 36:27 (18:15) aus der Bertha-Benz-Halle gefegt.

Die meisten der 500 Zuschauer waren völlig aus dem Häuschen und verabschiedeten ihre TGS-Asse nach dem Spiel mit Standing Ovations.

„Das war schon nahe an der Perfektion“, meinte Maris Versakovs nach Spielende. Der Spielmacher ging nach der Partie auf dem Feld auf und ab und schaute immer wieder ungläubig zur Anzeigentafel hoch: 36:27. „Das Ergebnis ist Wahnsinn und nach den beiden Niederlagen in der vorigen Saison einfach unglaublich.“

Bildergalerie: TGS Pforzheim - SV Salamander Kornwestheim

Freude bei der TGS über ein gelungenes Spiel.

Sensationelle Leistung

In der Tat rief die TGS gegen den amtierenden Meister eine sensationelle Leistung ab. „Wir sind das Tempo von Kornwestheim mitgegangen“, freute sich Florin Taafel. Ausschlaggebend für den Sieg, sei eine „bockstarke Abwehrleistung mit einem ebenfalls überragenden Sebastian Ullrich im Tor gewesen“, so der TGS-Routinier. „Und auch vorne hat alles gepasst.“ War die Leistung schon meisterlich? Taafel grinste: „Ich denke, wir können noch viel besser spielen. Und wir machen auch Woche für Woche einen Schritt nach vorne. Aber wir schauen von Spiel zu Spiel. Jetzt freuen wir uns natürlich aufs nächste Spitzenspiel in Konstanz.“

Von Beginn an kompromisslos

Aggressiv und voll entschlossen – so ging die TGS gegen Salamander von Beginn an zu Werke. Und auf beiden Seiten wurde auch kräftig hingelangt. Das Schiedsrichtergespann verhängte schon früh einige Zwei-Minuten-Staffen.

Gleich zu Beginn zeigten auch die beiden Torhüter Sebastian Ullrich (TGS) und Pascal Welz (Kornwestheim) was sie drauf haben. Im weiteren Spielverlauf stach dann Ullrich seinen Kontrahenten aus. Genauso wie Marco Kikkilus, der im Duell mit dem bis dahin besten Torschützen der Liga, Peter Jungwirth, klar die Oberhand behielt. Kikillus führt durch seine zwölf Treffer am Samstag nun mit 41 Saisontreffern die Liste an. Jungwirth war gegen die TGS nur sieben Mal erfolgreich und hat jetzt 36 Tore auf dem Konto. „Meine Jungs setzen mich gut in Szene, deswegen läuft es auch dieses Jahr so gut bei mir“, gibt Rechtsaußen Kikillus das Lob an seine Teamkollegen weiter.

Bis zur Halbzeit hatte er schon acht Mal getroffen, sein Team führte mit 18:15. Kurz nach der Pause verkürzte Salamander zwar auf 17:18, doch schnell hatte die TGS die Führung wieder auf drei Tore ausgebaut.

Den letzten Nerv zogen die Pforzheimer den Gästen dann zehn Minuten nach der Pause, als erst Patrick Zweigner das 24:21 markierte und auf der Gegenseite der überragende Sebastian Ullrich wieder einen Wurf entschärfte. Die TGS zog auf 29:22 davon, wobei sich fast jeder mal in die Torschützenliste eintrug. „Auch das ist einer unsere Stärken in dieser Saison“, meint Florian Taafel, „wir sind unberechenbar.“

Die Fans jedenfalls hatten ihren Spaß und konnten somit auch darüber hinwegsehen, als Marco Kikillus beim Stand von 30:23 (53. Minute) ein Lapsus unterlief. Der Linkshänder verwarf einen Siebenmeter. Das Leder zischte über die Latte. Und das, obwohl Keeper Welz ausgerutscht war und schon am Boden lag. „Ich weiß auch nicht, was da passiert ist“, meinte Kikillus später.

Extralob für Neuzugang James

Sonderapplaus gab es auch für Roy James, der nicht nur in der Abwehr glänzte, sondern auch als Torschütze. Er kam auf drei Treffer. „James hat heute jeden gepackt. Mit seiner Physis hat er den Kornwestheimer Rückraum komplett unterbunden“, freute sich Wolfgang Taafel. Der TGS-Abteilungsleiter hatte vor der Partie gesagt: „Wenn wir heute gegen Kornwestheim gewinnen, dann gewinnen wir auch in Konstanz.“ Also, auf weitere gute Unterhaltung – am kommenden Samstag. Dieses Spiel zeigt sportdeutschland.tv

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