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TGS Pforzheim

Nach dem deutlichen Heimsieg vorige Woche hatten die TGS-Handballer auch dieses Wochenende wieder Grund zum Jubeln. Foto: Ripberger
Nach dem deutlichen Heimsieg vorige Woche hatten die TGS-Handballer auch dieses Wochenende wieder Grund zum Jubeln. Foto: Ripberger
02.09.2018

TGS Pforzheim fegt Aufsteiger Baden-Baden mit 35:22 vom Parkett

Ist Handball-Drittligist TGS Pforzheim in dieser Saison so stark oder Aufsteiger TVS Baden-Baden so schwach? Diese Frage ist nach dem ersten Aufeinandertreffen dieser beiden Teams am Samstag nicht so einfach zu beantworten. Fest steht, dass die Wartberger ihr erstes Saisonheimspiel gegen den Liganeuling die gesamte Spielstunde über dominierten. Ob man mit den Neuen wie Patrick Zweigner, Roy James, Christopher Bregazzi oder Lukas Salzseeler wirklich so viel stärker ist, wird sich wohl erst in den kommenden Spielen zeigen.

Für den südbadischen Aufsteiger, der von vielen Fans in die Bertha-Benz-Halle begleitet wurde, könnte es eine steinige Spielrunde werden. Allerdings fehlte in Pforzheim mit Markus Koch der erfolgreichste Rückraumwerfer des TVS, der beim Saisonauftakt mit acht Toren Mitaufsteiger TV Willstätt fast im Alleingang bezwungen hatte. Er feierte am Samstagabend lieber seinen Polterabend.

Es war ein Trio, das in den Anfangsminuten für die Wartberger die Akzente setzte, zum einen der vom Bart befreite Patrick Zweigner als Vorbereiter sowie Michal Wysokinski als Siebenmeterproduzent sowie Marco Kikillus als Vollstrecker. Der wieselflinke Kikillus war auf der rechten Außenbahn bis zum 11:5 nach 15 Minuten der dominierende Spieler – mit einer hundertprozentigen Wurfausbeute hatte er nicht weniger als sieben Bälle versenkt.

Als dann auch noch Keeper Sebastian Ullrich parierte, was zu parieren war, drohte dem Aufsteiger mit seiner offensiven 5:1-Deckung beim Stand von 6:15 ein Debakel. Dass der Vorsprung der „Roten“ bis zum 16:10-Pausenstand dann doch wieder schrumpfte, war vor allem dem Schlendrian der Gastgeber zuzuschreiben.

In der Pause dürfte Andrey Klimovets seine Mannen wieder an das zwingend erforderliche Punktepaar erinnert haben. Michal Wysokinski markierte noch in Unterzahl den ersten Treffer des zweiten Durchgangs und als Marco Kikillus in der 42. Minute nach fast halbstündiger eigener „Sendepause“ seinen Treffer Nummer acht zur 22:12-Führung untergebracht hatte, war die Partie entschieden.

In der Schlussviertelstunde gab Andrej Klimovets dann auch seinen Youngstern Einsatzzeiten. Christopher Bregazzi und Trainer-Filius Alexander nutzten dies, um ihre ersten Saisontreffer zu markieren. Für Aufsehen sorgte aber vor allem Lukas Salzseeler auf der linken Angriffsseite, der gleich viermal traf, darunter ein sehenswerter „Kempa“ und ein gekonnter Dreher.

„So ein Tag“ und „Oh wie ist das schön“ schallte es beim Abpfiff von den Tribünen. Doch Abteilungsleiter Wolfgang Taafel versuchte, beim Pressegespräch, die Euphorie zu dämpfen. Er erinnerte daran, dass die TGS am nächsten Samstag zum neuen Tabellenführer VfL Pfullingen gefordert ist.