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Einer der Erfolgsgaranten bei der TGS war Marco Kikillus. Foto: Archiv, Ripberger
Einer der Erfolgsgaranten bei der TGS war Marco Kikillus. Foto: Archiv, Ripberger
30.10.2016

TGS Pforzheim feiert bei Kronau-Östringen II zweiten Auswärtssieg der Saison

Kronau. Zu einem verdienten 29:27-Sieg kam Handball-Drittligist TGS Pforzheim bei den Junglöwen von Kronau/Östringen am Samstagabend. Wie erwartet, hatten sich die Rückraumspieler von Andrej Klimovets von Anfang an gegen eine aggressive und offensive 4:2-Deckung durchzusetzen. Mit langen Pässen an den Kreis, wo Nils Boschen binnen fünf Spielminuten zum 4:1 für die Gäste gleich dreimal erfolgreich war, schien die Taktik der Mannen vom Wartberg voll aufzugehen.

Doch danach waren es weniger die Junglöwen von Sandro Catak, die die TGS zunehmend ins Hintertreffen brachten, sondern die haarsträubende Chancenverwertung und technischen Fehler der TGS’ler, die der SG Kronau/Östringen Vorlagen zu erfolgreichen Angriffen waren. Lediglich noch ein Tor erzielten die Rotweißen von der fünften bis zur 20. Spielminute, als die Hausherren plötzlich mit 9:5 in Front lagen.

Offensichtlich besannen sich Florian Taafel und Co. ihrer Stärken, rührten in der Abwehr Beton an und dann war es vor allem Marco Kikillus, der innerhalb von zehn Minuten mit fünf Toren für die 11:13-Halbzeitführung sorgte.

Über die gesamte zweite Halbzeit behielt die TGS ihre knappe Führung, konnte sich aber nie mehr als drei Tore absetzen, so dass das Spiel bis wenige Minuten vor Spielende überaus spannend blieb. Florian Taafel übernahm zunehmend die Spielmacherposition und der bis dahin relativ glücklos agierende Martin Kienzle konnte immer wieder von Linksaußen erfolgreich vollstrecken. Dass sich die TGS nicht weiter absetzen konnte, lag aber auch an Kronau-Östringens Kreisläufer Manuel Zeller, der mit seinen effizienten Sperren der TGS-Defensive immer wieder zusetzte, dadurch Freiräume schuf oder Strafwürfe für sein Team herausholte.

Dass mit zunehmender Spieldauer die Abwehrspieler der TGS von den Schiedsrichtern nicht gerade bevorteilt wurden, was zu überzogenen Zeitstrafen gegen Nils Boschen und Michal Wysokinski führte, machte die Partie zusätzlich spannend und weckte zusätzlich die Emotionen beim zahlreichen Pforzheimer Anhang.

Mit insgesamt elf Treffern und ohne Nerven bei den Strafwürfen waren Marco Kikillus und der sehr effizient spielende Felipe Soteras-Merz letztlich die Erfolgsgaranten des zweiten Auswärtssiegs der TGS in der laufenden Saison. „Am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen das Spitzenteam aus Heilbronn-Horkheim werden wir es sehr schwer haben, wenn es uns nicht endlich gelingt, mehr Struktur ins Angriffsspiel zu bekommen und die sich uns bietenden Torchancen besser zu nutzen. Der mit einem Muskelfaserriss verletzte Evgeni Prasolov fehlt uns an allen Ecken und Enden“, meinte TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel nach der Partie.