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Die Lücken am gegnerischen Kreis muss die TGS Pforzheim wie hier in Person von Davor Sruk auch im Spiel gegen Fürstenfeldbruck finden.  Foto: PZ-Archiv/Ripberger 

TGS Pforzheim gegen Fürstenfeldbruck: Beweglichkeit und Ballsicherheit sind gefordert

Pforzheim. Die TGS Pforzheim scheint nur die großkalibrigen Gastmannschaften zum Gegner zu haben. Nach Salamander Kornwestheim und dem TSB Horkheim gibt am Samstag (19.00 Uhr, Bertha-Benz-Halle), der TuS Fürstenfeldbruck seine Visitenkarte ab.

Der Traditionsverein aus dem Großraum München rangiert mit 10:4 Zählern nur zwei Minuspunkte hinter dem Spitzenreiter aus Horkheim, spielt schon seit Jahren im oberen Bereich der 3. Liga und hat 2016 als Vizemeister der Ost-Gruppe auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga verzichtet. Trotz größerer Personalwechsel im Sommer hat Trainer Martin Wild in seinem neunten Jahr wieder ein auf hohem spielerischem Niveau stehendes Team geformt.

In Fürstenfeldbruck baut man auf eine starke Physis, die 60 Minuten eine offensive und aggressive 3:3-Abwehrformation erlaubt. Dadurch gelingt es fast immer, den Spielaufbau der Gegner empfindlich zu stören und über viele Ballgewinne zu einfachen Toren zu kommen. Neben Torhüter Michael Luderschmid bilden die Rückraumschützen Frederick Hartz, Johannes Stumpf und Matthias Hild das Gerüst der „Brucker Panthers“.

Die TGS will ihren Fans Wiedergutmachung für den Einbruch in der Schlussviertelstunde gegen Horkheim leisten. Die offensive Abwehrformation der Bajuwaren könnte den beweglichen Kreisspielern der Nordstädter und vor allem auch dem antrittsschnellen Yanez Kirschner entgegenkommen. Weil er kein klassisches Gardemaß für einen Rückraumspieler aufweist, muss der Neuzugang seine Position als Spielmacher mit viel Tempo und einem großen Bewegungsradius interpretieren. Dass er den Gegner damit verwirren kann, hat er jüngst bei seinem ersten längeren Einsatz im Spiel in Haßloch gezeigt.

Gegen die offene Fürstenfeldbrucker Abwehrformation muss die TGS im Angriff auch sehr ballsicher agieren. Und wenn Bälle verloren gehen, muss die Rückwärtsbewegung stimmen, ebenso nach erfolgreichen Abschlüssen, weil Fürstenfeldbruck die „schnelle Mitte“ praktiziert und sofort in den Angriffsmodus umschaltet.