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 Foto: PZ-Archiv/Becker
 Foto: PZ-Archiv/Becker
11.10.2018

TGS Pforzheim gegen TSG Haßloch in Zugzwang

Pforzheim. Die Handballer der TGS Pforzheim stehen in der 3. Liga vor einer richtungsweisenden Begegnung. Bei der TSG Haßloch gilt es am Samstag, die jüngsten Vorstellungen zu korrigieren gilt.

Nach 1:5-Punkten aus den letzten drei Spielen und der ernüchternden Schlussviertelstunde gegen Spitzenreiter TSB Horkheim war von der Aufbruchsstimmung, die vor drei Wochen der Sieg gegen Kornwestheim verbreitet hatte, nichts mehr zu spüren. Man ist sich einig im Lager der „Roten“, dass nun ein Ruck durch die Mannschaft gehen muss. Die Fans stehen hinter dem Team und machen die Auswärtsfahrt in Busstärke mit.

Sorgen muss man sich (noch) nicht machen, denn Potenzial, um im oberen Bereich der Tabelle mitzumischen, ist im Kader zweifelsohne vorhanden. Freilich waren im Spiel mit Horkheim auch Schwächen zu registrieren, die Andrej Klimovets angehen muss. Da waren zum einen unübersehbare Mängel in der Rückwärtsbewegung, die es dem Gegner nach Pforzheimer Toren und nach abgefangenen Bällen ermöglichten, gegen die noch unsortierte TGS-Abwehr zuzuschlagen.

Vom Rückraum muss zudem mehr Druck und Durchschlagskraft kommen. Haßloch wird vermutlich die defensive 6:0-Variante in der Abwehr praktizieren. Damit werden für die Angreifer die Räume am Kreis eng werden. Neue Impulse könnte Neuzugang Yanez Kirschner bringen, der bei seiner Heimpremiere in der Rolle des laufstarken und beweglichen Spielmachers gute Ansätze zeigte.

Nimmt man die vergangenen Auftritte der Pforzheimer im Haßlocher Sportzentrum als Maßstab, dürfen die Turngesellen mit Optimismus über den Rhein fahren, denn die Wartberger waren zuletzt dreimal bei den Pfälzern erfolgreich, zweimal allerdings nur hauchdünn. Haßloch steht mit 4:10-Zählern und der Niederlage im Kellerderby beim TV Willstätt mächtig unter Druck und ist in Zugzwang. Für die TGS wird es vor allem darum gehen, den lettischen Linkshänder Elvis Brodovskis sowie den Ex-Zweibrücker Dennis Götz im Haßlocher Rückraum in den Griff zu bekommen.