nach oben
Die Abwehr TGS Pforzheim mit Florian Taafel im Zentrum hatte am Samstag gegen den amtierenden Meister Nußloch alle Hände voll zu tun. Foto: PZ-Archiv/Hennrich
Die Abwehr TGS Pforzheim mit Florian Taafel im Zentrum hatte am Samstag gegen den amtierenden Meister Nußloch alle Hände voll zu tun. Foto: PZ-Archiv/Hennrich © PZ-Archiv/Hennrich
21.09.2017

TGS Pforzheim gegen Titelverteidiger Nußloch gefordert

Als die vergangene Saison in der 3. Liga Süd der Handballer abgepfiffen wurde, stand die SG Nußloch mit 46:14 Punkten auf dem Spitzenplatz. Die TGS Pforzheim belegte mit 41:19 Zählern Rang drei. Auch in der noch jungen neuen Saison stehen beide Teams im Vorderfeld der Tabelle. So steigt am Samstag in der Bertha-Benz-Halle zwischen Pforzheim und Nußloch das Spitzenspiel. Dass es zum Wiedersehen kommt, liegt daran, dass die SG Nußloch als Meister aus wirtschaftlichen Gründen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga verzichtet hatte.

Großer Umbruch

Dennoch werden die von Christian Job trainierten Bergsträßer in der Tabelle der 3. Liga wieder ganz oben erwartet. Zwar sind mit dem Top-Torschützen Pierre Freudl (ging zum Liga-Konkurrenten TSB Horkheim), dem erfahrenen Stefan Jochim (Karriereende) sowie dem lange verletzten Ernst Mantek (jetzt SG Leutershausen) drei wichtige Strategen von Bord gegangen. Dafür hat man aber mit Rückraumspieler Julius Herbert vom Zweit-Ligisten ASV Hamm, Rechtsaußen Nicolas Hermann von den Rhein-Neckar-Löwen II sowie Rückraumspieler Lucas Gerdon von der HSG Worms drei gut ausgebildete Spieler neu integriert. Als Ersatz für den ich der Rückrunde wegen einer Weltreise fehlenden Simon Kuch hat man zuletzt vorsorglich auch schon den aus Lettland stammenden Raimonds Trifanovs von der SV Beckdorf verpflichtet.

Nach einem Start nach Maß mit klaren Siegen gegen Hochdorf und Pfullingen war zuletzt bei einer Punkteteilung im Heimspiel gegen Oppenweiler/Backnang und einer im Endspurt eingehandelten Niederlage bei HBW Balingen/Weilstetten II etwas Sand im Nußlocher Getriebe. Mit 5:3 Punkten steht das Team auf Rang fünf. Aber gerade dies dürfte Bergsträßer, deren klares Ziel Titelverteidigung heißt, besonders gefährlich machen. Leistungsträger sind mit Jochen Geppert ein überragender Spielmacher sowie die schnellen und wendigen David Ganshorn und Jochen Geppert am Kreis und auf der Rechtsaußenposition.

Mit großem Kampfgeist

Nach drei Siegen in Serie und Platz vier mit 6:2 Punkten kann man auf TGS-Seite der Spitzenbegegnung gelassen, mit Optimismus und Vorfreude entgegensehen. Bei den Last-Minute-Siegen gegen Pfullingen und in Oppenweiler/Backnang war freilich auch das notwendige Quäntchen Glück mit im Spiel. Andererseits haben die Mannen von Andrej Klimovets in diesen Spielen erneut jede Menge Kampfgeist und Durchsetzungsvermögen demonstriert.

So könnte die Begegnung wieder zum Krimi werden. Die Pforzheimer wollen dabei versuchen, Rückstände in der Anfangsphase, wie man sie in den beiden bisherigen Heimvorstellungen gegen Kornwestheim und Pfullingen kassiert hat, zu vermeiden.

Verzichten muss die TGS, deren Kader nicht gerade sehr üppig besetzt ist, auf Markus Bujotzek. Der aus der eigenen Jugend aufgerückte Abwehrstratege musste im Backnanger Spiel mit einer Schulterverletzung runter. Die erwies sich nun als recht schwerwiegend. Diagnostiziert wurde ein Knorpelschaden im Schultergelenk. Damit fällt der 20-Jährige auf unbestimmte Zeit aus.

Wie es mit Lukas Salzseeler weiter geht, bleibt abzuwarten. Auch der hat sich eine Schulterverletzung zugezogen. Eine endgültige Diagnose stand in diesem Fall zuletzt noch aus.