760_0900_23376_.jpg TGS Pforzheim gelingt endlich erster Sieg in der 3. Liga
Großartiger Einsatz: Kreisläufer Michal Wysokinski traf gegen Kronau/Östringen II achtmal für die TGS.  Foto: Gössele 

TGS Pforzheim gelingt endlich erster Sieg in der 3. Liga

Pforzheim. Die Erleichterung war spürbar und greifbar. Lange hatten die Handballer der TGS Pforzheim auf dieses Erfolgserlebnis, auf die Endstation Sehnsucht, hingearbeitet. Hatten gekämpft und gerackert. Dann gelang mit dem 32:29 (12:12) gegen die SG Kronau/Östringen II der erste Sieg der Vereinsgeschichte in der 3. Liga. „Endlich“, sagte Torjäger Florian Taafel. Spielmacher Sven Kaiser atmete durch: „Es war auch mal an der Zeit.“ Kreisläufer Michal Wysokinski ergänzte: „Das war wichtig. Wir haben die Punkte gebraucht.“

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TGS Pforzheim gelingt endlich erster Sieg in der 3. Liga

Vor der Pause sahen die Zuschauer in Fritz-Erler-Halle eine ungewöhnliche Partie. Die Gäste nahmen mit ihrer aggressiven und offensiven 3-3-Abwehrformation den TGS-Rückraum fast komplett aus dem Spiel, zwangen die Pforzheimer immer wieder zu Fehlern. „Wir waren überrascht“, gestand Taafel später ein.

Hoher Laufaufwand

Gefragt war ein hoher Laufaufwand, um die Räume zwischen den beiden Abwehrketten zu nutzen. Das gelang vor der Pause vor allem Rechtsaußen Marco Kikillus, später waren es dann Kreisläufer Wysokinski und Mittelmann Sven Kaiser, der nun stärker gefragt war, weil Nils Brandt aus dem Spiel war. Der Linkshänder hatte kurz vor der Pause seine dritte Zeitstrafe kassiert. Besonders ärgerlich: Die zweite „Auszeit“ für ihn hatte es gegeben, weil er nach seiner ersten Zeitstrafe zu früh wieder aufs Feld gegangen war: „Ein Missverständnis“, erklärte er später, sah in seiner Roten Karte aber auch etwas Positives: „Das hat uns vielleicht noch einmal einen Schub gegeben.“

Dieser Schub war auch nötig, denn nach der Pause wurde die zunächst torarme Partie phasenweise zum wilden Shoot-out. Die Gäste wechselten nun ständig die Abwehrformation, die Pforzheimer waren jetzt aber nicht mehr zu bremsen. Vom 14:14 setzten sich die TGSler über 20:15 bis auf 24:17 ab. Kronau/Östringen versuchte es früh mit offener Manndeckung. Vergebens. Vor allem Rückraumspieler David Schmidt mit seinen wuchtigen Würfen und der bewegliche Michael Abt hielten die Gäste im Spiel. Am Ende aber hatte die TGS das nötige Quäntchen Glück. Und die nötige Entschlossenheit: „Die Mannschaft hat mir Herz gespielt“, lobte Trainer Andrej Klimovets.