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TGS Pforzheim

Davor Sruk (am Ball) muss sich auf harte Gegenwehr einstellen. Foto: Becker
Davor Sruk (am Ball) muss sich auf harte Gegenwehr einstellen. Foto: Becker
26.04.2018

TGS Pforzheim kann den TV Neuhausen in die Oberliga befördern

Pforzheim. Die TGS Pforzheim kann am Samstag im Spiel beim TV 1893 Neuhausen ein Handball-Denkmal stürzen, denn dem Gastgeber aus dem Ermstal droht in der Partie gegen die Pforzheimer der Absturz von der Bundesebene in die Oberliga Baden-Württemberg.

Seit 1977 mischen die Ballwerfer aus dem Metzinger Stadtteil im Handball oben mit, in der jüngeren Vergangenheit seit dem Jahre 2009 in der 2. Bundesliga, in der Saison 2012/2013 sogar für eine Spielrunde in der 1. Bundesliga. Den Abstieg in der Saison 2016/2017 aus der 2. in die 3. Bundesliga betrachtete man noch als Betriebsunfall, wollte mit dem Niederländer Anel Mahmutefendic auf der Trainerbank und einer ganzen Reihe renommierter Neuzugänge den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Liga. Das klappte aber nicht, nach der 29:32-Niederlage im Vorrundenspiel in der Bertha-Benz-Halle trennten sich die Württemberger von Mahmutefendic ohne in der Folge aber hinten weg zu kommen.

Nach Siegen gegen Oftersheim/ Schwetzingen und Köndringen/ Teningen durfte man im Ermstal bis zum vergangenen Spieltag dann doch noch hoffen, das rettende Ufer zu erreichen. Aber es folgte am vergangenen „schwarzen“ Samstag die Heimniederlage gegen Horkheim und ein unerwarteter Sieg vom Mitkonkurrenten um den Ligaerhalt TuS Dansenberg. Damit sieht es für Neuhausen bei nun drei Zählern Rückstand und noch vier zu vergebenden Punkten zappenduster aus.

Trotzige Ansage

„So lange der Klassenerhalt rechnerisch noch möglich ist, werden wir alles versuchen ihn zu erreichen“, gab Neuhausens Spielmacher Ferdinand Michalik, der nun auch als Spielertrainer fungiert, eine trotzige Ansage für das Restprogramm aus. Die Pforzheimer müssen sich morgen in der Hofbühlhalle in Neuhausen deshalb auf einen angriffslustigen Gegner einstellen. Dies ist aber für Andrej Klimovets und seine Mannen noch lange kein Grund mit Wackelknien anzureisen. Der Druck liegt zweifelsohne auf Seiten der Gastgeber. Und die TGS hat in der Vergangenheit stets bewiesen, dass sie kämpferisch dagegenhalten kann.

Der TGS-Kader wird sich gegenüber dem Spiel gegen Köndringen/Teningen wenig verändern: Marco Kikillus, der Florian Taafel als Kapitän vertritt, wird wohl die gleiche Mannschaft wie im vergangenen Heimspiel in den Hexenkessel in der Hofbühlhalle führen. Vor allem für die Youngster in den Reihen der TGS ist dies eine Gelegenheit, weitere wertvolle Erfahrung zu sammeln.