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Vier Siege in Folge feierte die TGS mit Trainer Andrej Klimovets (vorne) zuletzt.  Foto: Ripberger, PZ-Archiv 

TGS Pforzheim kann gegen den ehemaligen Zweitligisten HG Saarlouis oben angreifen

Pforzheim. Zu der Begegnung bei der HG Saarlouis muss Handball-Drittligist am Samstag erneut über den Rhein. Nach dem Sieg in Dansenberg fahren die Wartberger erneut mit dem Ziel auf ein Auswärtspunktepaar an.

Vier Siege in Folge und die Aussicht, in der Tabelle ganz oben mit eingreifen zu können, haben in den Reihen der Nordstädter Begehrlichkeiten geweckt.

Die Gastgeber aus dem Saarland, die von der Saison 2009/2010 an in der Westgruppe der 2. Bundesliga aufliefen, sind für die Pforzheimer eine völlig unbekannte Größe. Dass sie dort fast zehn Jahre hinweg mit zweistelligen Tabellenplätzen erfolgreich gegen den Abstieg wehrten, lässt darauf schließen, dass man zu kämpfen verstand, eine vierstellige Zuschauerzahl in der Stadtgartenhalle dürfte hierzu auch beigetragen haben. In der vergangenen Saison hat es die Saarländer dann doch erwischt. Die Folge einer Runderneuerung der Mannschaft, in die Trainer Philipp Kessler nicht weniger als neun Neuerwerbungen aus mehreren Ländern wie Kroatien, der Slowakei, Lettland und dem nahen Frankreich einbauen musste.

Nach einem Start mit 14:8-Zählern scheint im Saarland nach den Niederlagen in den letzten beiden Begegnungen die Luft etwas dünner geworden zu sein. Die Tatsache ist, dass Trainer Kessler seine Mannen nach der schwachen Vorstellung am Samstag beim TV Willstätt am Sonntag zu einer Nachbetrachtung einbestellte, lässt diesen Schluss zu. „Wir wollen die Punkte zurückholen“, ist das für die Wartberger nicht gerade verheißungsvolle Fazit des Trainers.

Dem Optimismus in den Reihen der Pforzheimer macht dies freilich keinen Abbruch. Nach vier Siegen in Folge ist die Brust der Pforzheimer breit, die Leistung zuletzt in Dansenberg stimmte. Und auch eine brodelnde Halle, wie sie am Samstag in Saarlouis erwartet wird, stimuliert die Wartberger eher. Einen Haken gibt es allerdings: „Hexer“ Jonathan Binder, der schon in Dansenberg angeschlagen zwischen den Pfosten stand, „kränkelte“ auch im Verlauf der Woche. Den Ausfall des zweiten Stammtorhüters könnten sich die Nordstädter – nachdem Sebastian Ullrich auch noch nicht wieder einsatzbereit ist – freilich nicht erlauben. Ansonsten kann Andrej Klimovets auf den vollständigen Kader setzen.