nach oben
Neun Tore von Florian Taafel reichten der TGS gegen Horkheim nicht. Foto: Ripberger/PZ-Archiv
Neun Tore von Florian Taafel reichten der TGS gegen Horkheim nicht. Foto: Ripberger/PZ-Archiv
05.11.2017

TGS Pforzheim kehrt nach engagiertem Auftritt in Heilbronn ohne Punkte heim

Pforzheim/Heilbronn. Im Spiel beim TSB Heilbronn-Horkheimhaben die Handballer der TGS Pforzheim über den Großteil der Spielzeit den Ton angegeben. Am Ende führten aber Kleinigkeiten dazu, dass die Gäste mit 29:30 (15:13) das Nachsehen hatten.

Gegenüber dem Drittliga-Heimspiel gegen Oftersheim/Schwetzingen (21:22) wie verwandelt agierten die TGS-Rückraumspieler Maris Versakovs und Florian Taafel, von deren Gefährlichkeit besonders Kraftpaket Michal Wysokinski auf der Kreisläuferposition profitierte. Insgesamt 23 der 29 Tore der Pforzheimer gingen aufs Konto dieses Trios. „Wichtig war zu sehen, dass die Mannschaft lebt und die Enttäuschung von der unnötigen Niederlage gegen Oftersheim/Schwetzingen weggesteckt hat“, sagte TGS-Trainer Andrej Klimovets.

Ab Mitte der ersten Spielhälfte lag die TGS mit bis zu vier Toren vorne. Nach einer 15:13-Führung zur Pause ging es erstmal im selben Stil weiter. In der 46. Minute gelang dann aber Florian Möck das 22:22. In dieser Phase fühlten sich die Pforzheimer benachteiligt, die Konzentration ließ nach. Die TGS beklagte mehrere Entscheidungen zu ihren Ungunsten. Insbesondere, dass der Gegner mehrere Strafwürfe zugesprochen bekam, war nicht nach dem Geschmack der Pforzheimer.

Plötzlich lagen die Hausherren in der Stauwehrhalle mit 26:22 vorne (51.). Das hatte auch damit zu tun, dass TGS-Coach Klimovets angesichts vehementer Proteste eine Zeitstrafe erhalten hatte.

Drei Minuten vor Spielende lag die TGS immer noch mit vier Toren hinten, mobilisierte aber nochmal alle Kräfte. Wysokinski, Taafel und Mitzel trafen, sodass es 36 Sekunden vor Spielende nur noch 29:30 hieß. Dank eines Fehlwurfs von Horkheims Pierre Freudl kam die TGS acht Sekunden vor dem Abpfiff in Ballbesitz, doch nach einem überhasteten langen Pass war die letzte Möglichkeit zum Ausgleich dahin.

„Unsere Mannschaft hat in Anbetracht der Personalsituation eine super Leistung gezeigt und große Moral bewiesen“, bilanzierte Klimovets. „Im gebundenen Spiel und bei Gleichzahl hatten die hochgelobten Rückraumspieler der Heilbronner kaum eine Chance, sich gegen unsere Defensive durchzusetzen. Leider waren wir auf beiden Abwehr-Außenpositionen phasenweise zu unaufmerksam, was zu Gegentoren führte.“ Beim Gegner trafen neun Mann, während sich die Tore des dezimierten Pforzheimer Teams auf nur fünf Spieler verteilten.

TGS Pforzheim: Binder, Ullrich – Klyuyko, Taafel 9, Kikillus 5/2, Mitzel 1, Sruk, Fassunge, Wysokinski 7, Andr. Klimovets, Dykta, Alex. Klimovets, Versakovs 7