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Nicolas Herrmann vergab kurz vor Schluss einen Siebenmeter für die TGS Pforzheim. PZ-Archiv, Becker 

TGS Pforzheim kommt gegen Oftersheim/Schwetzingen nicht über Unentschieden hinaus

Oftersheim/Schwetzingen. Trotz zweier Matchbälle in den letzten beiden Spielminuten können die Männer von Tobias Müller das Punktepaar nicht mit nach Hause nehmen. Nachdem der insgesamt achtfache Torschütze Marcos Kikillus zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff das 30:27 für sein Team erzielte, wäre es für ein routiniertes Team eigentlich nur noch Formsache gewesen, den Sieg in trockene Tücher zu bringen.

Stattdessen verkürzten die Oftersheimer 68 Sekunden vor Schluss auf 29:30, indem sie mit dem Mut der Verzweiflung schnell den Abschluss suchten, begünstigt durch technische Fehler und zu schnell den Abschluss suchende TGS-Angreifer. Doch noch einmal sollte sich die Tür zum ersten Auswärtssieg für die Pforzheimer weit öffnen, als sie 26 Sekunden vor Spielende einen Siebenmeter zugesprochen bekamen.

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Sport regional

TGS Pforzheim personell angespannt, aber mit Rückenwind gegen Oftersheim/Schwetzingen

Leider vergab der sonst so treffsichere Nicolas Herrmann diese Gelegenheit, Oftersheim erzielte den 30:30-Gleichstand und Tobias Müller blieben bei seiner Auszeit noch acht Sekunden, um über einen Spielzug das doch noch entscheidende Tor zu erzielen.

Doch anstatt zu einem Abschluss zu kommen, wurde Lucas Gerdon festgemacht und es blieb Raphael Blum vorbehalten, über einen direkt auszuführenden Wurf den erhofften Siegtreffer zu markieren. Sein Geschoss landete aber am hinteren Torgestänge und so war die Enttäuschung den TGS'lern deutlich anzumerken.

Überhastete Aktionen kosten TGS den Sieg

Vergab man bei den Junglöwen mit zu pomadigem Angriffsspiel in der Schlussphase Zählbares, waren es diesmal eher überhastete Aktionen, die den Sieg kosteten. TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel meinte hinterher:

"In diesen kritischen Phasen fehlt uns derzeit einfach die ordnende Hand. Mit mehr Cleverness und Abgezocktheit hätten wir jetzt bestimmt schon drei Punkte mehr auf unserem Konto. Die Jungs geben wirklich alles, da kann ich niemandem einen Vorwurf machen, aber das reicht halt nur bedingt. Man darf sich nichts vormachen, denn der überraschende Sieg gegen Horkheim war im Wesentlichen einem überragenden Jonathan Binder zu verdanken".

Binder war es übrigens auch in Oftersheim, der sein Team beim 12:15-Rückstand wieder in die Spur brachte, als er in der 25. Minute für Sebastian Ullrich eingewechselt wurde, sofort dreimal beste Chancen zunichte machte und damit einen 4:0-Lauf für seine Mannschaft ermöglichten.

Gut in Szene gesetzt wurden diesmal die Spieler auf den beiden Außenpositionen Marco Kikillus als auch Fabian Dykta, die dabei jeweils fünf Tore erzielten.

"Ich ärgere mich über die Regelauslegung der Schiedsrichter bei den Aktionen gegenüber Davor Sruk. Er rackerte wieder wie immer, wurde aber permanent von hinten zu Fall gebracht, ohne dass diese Aktionen entsprechend geahndet wurden. Wenn einem dann mit Michal Wysokinski auch noch Alternativen fehlen, wird es besonders schwer", so Wolfgang Taafel bei seinem Resümee.