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Zu Hause weiter ungeschlagen: die Spieler der TGS Pforzheim feiern nach dem Sieg gegen Dansenberg. Foto: Ripberger
Zu Hause weiter ungeschlagen: die Spieler der TGS Pforzheim feiern nach dem Sieg gegen Dansenberg. Foto: Ripberger
14.04.2019

TGS Pforzheim lässt Spitzenteam abblitzen und mischt weiter im Kampf um Vizemeisterschaft mit

Pforzheim. Die Pforzheimer Bertha-Benz-Halle bleibt eine uneinnehmbare Festung für alle Gegner der Drittliga-Handballer der TGS Pforzheim. Komme, wer da wolle. Selbst dem bisherigen Tabellenzweiten TuS 04 Dansenberg bleibt am Samstagabend nur die Statistenrolle beim 33:26 (16:9-Triumph) der Gastgeber.

Schon nach 40 Minuten ist praktisch alles entschieden, als die Pforzheimer auf zehn Tore Vorsprung davonziehen (22:12). Die TGS hat in diesem Jahr noch keinen einzigen Punkt vor heimischer Kulisse verschenkt.

Vorne und hinten stark

Die abwehrstarken Mannen um Tausendsassa Sebastian Ullrich im Tor sowie die zielsichere Offensive mit Marco Kikillus (zehn Treffer, darunter Siebenmeter) und den nicht minder torhungrigen Patrick Zweigner und Fabian Dykta (je sieben Treffer) bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Noch nicht einmal die Tatsache, dass neben den beiden Verletzten Davor Sruk und Kapitän Florian Taafel kurzfristig mit Filip Prsa eine weitere Stammkraft das Lazarett verstärkt. Hinzu kommt: Maris Versakov versucht derzeit mit der lettischen Nationalmannschaft in der Europameisterschafts-Qualfikation sein Glück. Doch: Auch die Pfälzer müssen den Ausfall von drei wichtigen Akteuren verkraften.

Größerer Siegeswillen

„Mit so einer Torwart-Leistung kann man fast jeden schlagen“, ist TGS-Abteilungschef Wolfgang Taafel überzeugt. Aber er weiß auch: „Wir hatten mehr gefightet und mehr Siegeswillen.“ Alexander Schmitt, der an dem Tag Dansenbergs Team betreut, redet nicht lange um den heißen Brei herum: „Wir haben katastrophal gespielt. Allerdings stehen wir auch seit Januar ohne Trainer da.“ Pforzheims Aushilfskapitän Marco Kikillus verrät die Erfolgsstrategie: „Wir wollten lange Bälle spielen und schnelle Gegenstöße setzen. Dazu hatten wir einen Super-Ulle im Tor.“ Fabian Dykta lenkt, nach seiner starken Leistung gefragt, bescheiden ebenfalls von sich ab: „Ich profitierte heute ebenfalls von der Abwehrarbeit. So habe ich mehr Tore bei Kontern geschossen als aus meiner eigentlichen Position heraus.“ Dass die TGS in der 36. Minute ganze 50 Sekunden lang mit drei Mann in Überzahl kein Tor erzielt, lässt sich gut verschmerzen. Im nächsten und zugleich letzten Heimspiel am Samstag, 27. April, gilt es für die TGS, den Heimnimbus 2019 zu wahren und im Kampf um die Vizemeisterschaft, weiter mitzumischen.