760_0900_17318_.jpg TGS Pforzheim mit Personalsorgen vor der möglichen Krönung
Jubeln konnte die Mannschaft der TGS Pforzheim in dieser Saison schon öfter. Mit einem Sieg gegen Kornwestheim wäre man sieben Spiele vor Saisonende aufgestiegen. Ripberger, PZ-Archiv 
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Auch beim Aufstiegskandidaten in Pfullingen will die SG Pforzheim mit Philipp Schückle etwas holen. Hennrich 

TGS Pforzheim mit Personalsorgen vor der möglichen Krönung

In der Handball-Oberliga Baden-Württemberg trifft die TGS Pforzheim am Samstag auf den Tabellenzweiten SV Kornwestheim. Mit der Ansetzung dieser Begegnung hatte der Staffelleiter insofern ein glückliches Händchen, weil die Spieler von Damir Lebovic bereits sieben Spieltage vor dem Rundenabpfiff den Aufstieg perfekt machen können. Doch das beste Team der Liga plagen Verletzungssorgen. Ihre zuletzt starke Form wollen auch die Männer der SG Pforzheim/Eutingen und die Frauen der HSG Pforzheim unter Beweis stellen.

Allerdings gehen die Roten mit großen Verletzungsproblemen ins Spiel. Eigentlich sollten die Blessuren und Krankheiten über die Osterpause auskuriert werden. Doch während Philip Hämerling und Frederic Zergon nach überstandener Grippe zwar noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, aber das Mannschaftstraining wieder aufgenommen haben, ist der Einsatz von Nils Brandt und Andrej Klimovets mehr als fraglich. Beide Spieler können im Moment nicht mittrainieren. Klimovets schlägt sich mit Schmerzen an der Achillessehne herum und Nils Brandt kämpft noch immer mit einer starken Viruserkrankung. „Ich habe wenig Hoffnung auf den Einsatz der zwei“, so TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel „und es ist auch nicht absehbar, inwieweit die anderen Spieler nach ihren grippalen Infekten wieder auf der Höhe sind.“ Somit scheint die Favoritenrolle bei Kornwestheim zu liegen. „Die Favoritenrolle sind wir los“ glaubt Taafel, der aber trotzdem sicher ist, dass die Mannschaft alles geben wird und mit Unterstützung des TGS-Anhangs in der Lage sein wird, einen heißen Fight zu liefern.

SG mit breiter Brust

Die SG Pforzheim/Eutingen muss zum VfL Pfullingen und wird dort besonders engagiert zu Werke gehen, weil man in den bisherigen drei Vergleichen mit den Württembergern ausnahmslos als Verlierer vom Parkett gegangen ist. Nach 14:4-Punkten in der Rückrunde und dem zwischendurch gesicherten Klassenerhalt können die Eutinger mit breiter Brust in der Kurt-App-Halle in Pfullingen auflaufen. Der Druck zu gewinnen lastet unbestritten bei den Gastgebern, die sich den zum Aufstieg berechtigenden zweiten Tabellenplatz sichern wollen und deshalb im Spiel gegen Manuel Mönch und seine Mitstreiter unbedingt das Punktepaar benötigen.

In der Badenliga hat der Sieg vom St. Leon in der Wieslocher Nachbarschaft dem HC Neuenbürg überhaupt nicht ins Konzept gepasst. St. Leon weist nunmehr ebenso wie Neuenbürg und Friedrichstal 14 Pluspunkte auf. Einer aus diesem Trio wird die HSG Rintheim/Weingarten zurück in die Landesliga begleiten müssen. Und am Sonntag werden die Buchberger ihre kritische Lage beim Tabellenführer SG Heddesheim wohl kaum verbessern können.

Auch die Aussichten der SG Pforzheim/Eutingen II im Spiel beim HSV Hockenheim sind alles andere als rosig, weil die gastgebenden Rennstädter dem TV Bretten den zur Relegation mit dem Südbaden-Zweiten berechtigenden zweiten Tabellenplatz noch wegschnappen wollen.

Der TV Bretten hat es in der Hand, mit einem Heimerfolg über den TSV Viernheim seine gute Ausgangsposition zu verteidigen, muss aber neben den schon die gesamte Saison ausfallenden Langjahr und Kroninger auch weiter auf Nico Grünling verzichten.

In der Landesliga hat der TV Ispringen dank des Sieges von Heidelsheim/Helmsheim II gegen den TV Neuthard im Kampf um Tabellenplatz zwei, der für die Aufstiegsrelegation wichtig ist, jetzt wieder einen Vorsprung von zwei Zählern. Am Sonntag steht Ispringen mit der SG Pforzheim/Eutingen III in einem Lokalderby. Dieses hat man in der Vorrunde mit 30:18 deutlich für sich entschieden.

Weil bis auf Schlusslicht Ettlingen alle Mannschaften aus der hinteren Region derzeit aufrüsten und möglicherweise vier Mannschaften absteigen müssen, ist eine zweite Saison für Aufsteiger TGS Pforzheim II stark gefährdet. Am Sonntag geht es zum TV Forst, den man in der Vorrunde deutlich in Schach hielt, der aber seine Punkte in der Regel vor dem eigenen Anhang einsammelt.

HSG-Frauen in Malsch

In der Oberliga Baden-Württemberg mussten die Frauen der HSG Pforzheim die Tabellenführung zwischenzeitlich an den TV Holzheim abtreten. Am Samstag muss die Mannschaft von Trainer Ralf Jochim zum alten Wegbegleiter und Rivalen TSV Malsch. Dies wird schon deshalb kein Honigschlecken, weil die Malscher noch dringend Punkte für den Verbleib benötigen.