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Ratlosigkeit nach Debakel: TGS Pforzheim verliert bei Schlusslicht Großsachsen mit 28:32

Großsachsen/Pforzheim.Oft hat man keine Erklärung dafür, warum eine Mannschaft von einem Spiel auf das andere sich so unterschiedlich präsentieren kann. Konnte man nach dem deutlichen Heimsieg gegen Friesenheim/Hochdorf ob einer aufopferungsvoll kämpfenden TGS- Mannschaft stolz sein und Hoffnung auf kommende Aufgaben schöpfen, sieht man nach dem 28:32-Debakel (Halbzeit 16:19) beim bis dahin punktlosen Tabellenschlusslicht Großsachsen dunkle Wolken für das Team von Tobias Müller am Horizont aufziehen. Dass mit Lucas Gerdon und Florian Taafel zwei Leistungsträger weiterhin und auf unbestimmte Zeit ausfallen, kann man gerade aufgrund der überzeugenden Vorstellung gegen Friesenheim/Hochdorf nicht als Entschuldigung gelten lassen.

Desolate Abwehrleistung

Woran es vor allem gelegen hat, dass es zu einem eigentlich nie gefährdeten Sieg der Bergsträßler wurde, lag an einer desolaten Abwehrvorstellung der Pforzheimer Mannschaft. Neunzehn Gegentore in den ersten 30 Spielminuten sind mehr als ein Indiz dafür. Vor allem die Laufbereitschaft und Abstimmung im Mittelblock der Rot-Weißen ließen zu wünschen übrig. Dass auch die Sassener Defensive nicht unbedingt zu den Bollwerken der Liga gehört, bewiesen die 16 Gegentore, die man in der ersten Halbzeit kassiert hat. Dabei waren es weniger spielerische Leckerbissen, die zu den TGS-Toren führten, sondern überwiegend Einzelleistungen von Adam Soos und dem jungen Lennart Cotic, der nach seiner Einwechslung Mitte der ersten Hälfte Verantwortung übernahm und mit Würfen aus dem Rückraum erfolgreich war.

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Vor Spiel gegen TV Großsachsen: TGS Pforzheim lässt sich nicht entmutigen

Nach Wiederbeginn schien sich das Blatt allerdings zu wenden. Die TGS-Defensive stand sattelfester und erlaubte bis zur 41. Spielminute lediglich zwei Gegentore, als der erneut überzeugende Davor Sruk den 21:21-Ausgleich erzielte. Das war es dann aber auch mit der Herrlichkeit der TGSler. Ein gerade mal 18-jähriger Youngster in den Reihen der Sassener düpierte ein ums andere Mal seine Gegenspieler, die von dem insgesamt siebenfachen Torschützen Mika Schüler im wahrsten Sinne alt aussehen gelassen wurden und der dann auch nahezu im Alleingang den 32:28-Sieg seiner Mannschaft in trockene Tücher brachte.

Taafel: „Relativ konzeptlos“

„Es kann nur besser werden“, resümierte TGS-Vorstand Wolfgang Taafel nach dem Spiel. „Es wäre allerdings nicht in Ordnung, alle Spieler über einen Kamm zu scheren, zeigte doch der bis dahin selten zum Einsatz gekommene Lennart Cotic eine gute Leistung und war Davor Sruk wie zuletzt immer einer der besten TGSler. Auch mit der Vorstellung von Jonathan Binder und Adam Soos kann man zufrieden sein. Doch wirkte die Mannschaft insgesamt relativ konzeptlos und war nicht mit dem viel beschworenen Herzblut auf dem Platz“.