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Auf eine starke Leistung von Torhüter Sebastian Ullrich baute die TGS Pforzheim auch im Auswärtsspiel beim TSB Horkheim. Foto: PZ-Archiv, Becker
Auf eine starke Leistung von Torhüter Sebastian Ullrich baute die TGS Pforzheim auch im Auswärtsspiel beim TSB Horkheim. Foto: PZ-Archiv, Becker
02.11.2017

TGS Pforzheim reist zum amtierenden Vizemeister TSB Horkheim

Pforzheim. Nach der noch kaum verarbeiteten Heimniederlage am Reformationstag gegen Oftersheim/Schwetzingen steht Handball-Drittligist TGS Pforzheim am morgigen Samstag beim TSB Horkheim die nächste schwere Prüfung bevor. Die Heilbronner sind als Vizemeister in den Aufstiegsspielen im Sommer an Hagen Hildesheim gescheitert.

Dabei hatte man die Mannschaft mit Blick auf die 2. Liga schon entsprechend verstärkt. Obwohl man mit Pierre Freudl den Torjäger der 3. Liga verpflichtete und unter anderem auch Nils Boschen von der Bertha-Benz-Halle in die Heilbronner Stauwehrhalle wechselte, ist Horkheim in dieser Runde völlig überraschend noch nicht richtig auf Touren gekommen. Platz zehn und ein ausgeglichenes Punktekonto (10:10) sind jedenfalls nicht der Anspruch, den man in Horkheim mit Leistungsträgern wie Spielmacher Florian Möck, Kreisläufer Alexander Schmid, Rückraum-Shooter Felix Kazmeier und vor allem Torjäger Pierre Freudl hat.

Die Hausaufgabe gegen die TGS Pforzheim soll nun unbedingt genutzt werden, das Punkteverhältnis wieder positiv zu stellen, mit Siegen bei Aufsteiger Dansenberg und an Allerheiligen zuhause gegen Fürstenfeldbruck hat man in der vergangenen Woche unterstrichen, dass die Mannschaft nach und nach ins Rollen kommt.

Unter Wert verkauft

Im Lager der Pforzheimer gibt es nach der Niederlage gegen Oftersheim/Schwetzingen einiges aufzuarbeiten. TGS-Boss Wolfgang Taafel hat vor allem „gewurmt“, dass sich seine Mannen gerade in der zweiten Spielhälfte weit unter Wert verkauften. Dass es an dem Abwehrverhalten und an der Leistung des Torhüter-Duos wenig zu deuteln gibt, unterstreichen schon die geringe Zahl von 22 Gegentreffer. Dass im Angriff aber noch viel Luft ist, zeigte bereits die Phase vor der Pause auf, als man es verpasste den nach der Disqualifikation von Daniel Hideg geschockten Gästen frühzeitig den K.o. zu versetzen.

Freilich darf man nicht vergessen, dass die TGS nach den Verletzungen von Prasolov, Prsa und Bujotzek derzeit mit Florian Taafel und Maris Versakovs nur ein Duo von ligatauglichen Rückraumschützen zur Verfügung steht und sich die Gegner taktisch auf diese unbefriedigende Situation einstellen. Auch im Spiel in Horkheim werden sich die Pforzheimer wieder auf einen aggressiv deckenden Gegner einstellen müssen.