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TGS Pforzheim

Das TGS-Team um Florian Taafel (links) zeigte beim VfL Pfullingen eine überzeugende Leistung. Foto: Ripberger/PZ-Archiv
Das TGS-Team um Florian Taafel (links) zeigte beim VfL Pfullingen eine überzeugende Leistung. Foto: Ripberger/PZ-Archiv
09.09.2018

TGS Pforzheim schafft beim VfL Pfullingen einen 28:25-Erfolg

Pfullingen. Handball-Drittligist TGS Pforzheim hat beim bisherigen Tabellenführer zwei Punkte geholt. Das Team von Andrej Klimovets setzte sich beim VfL Pfullingen am Samstag mit 28:25 (14:11) durch.

„Es war ein großer Sieg unserer Mannschaft, wir sind richtig stolz auf die Jungs – und gerade spielerisch haben wir deutliche Fortschritte gemacht“, hielt TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel fest.

Der erwartet schwere Auswärtsgang hatte sich über mehrere Spielphasen zu einer Demonstration der Spielstärke der TGS entwickelt. Keinen Stich machten die Pfullinger Angreifer in den ersten 15 Spielminuten. Dass sie zuvor in zwei Spielen 78 Tore erzielt hatten, zeigt, wie stark die Pforzheimer Defensive war.

Pforzheimer mit starkem Start

Nach 13 Minuten stand es nach einem Siebenmetertreffer von Marco Kikillus 8:3 für die Rot-Weißen. Die Pforzheimer fanden in der offensiven 5:1-Deckung der Hausherren immer wieder die Lücken. VfL-Trainer Frederick Griesbach sah sich so zur ersten Auszeit gezwungen.

Nachdem Griesbach seine körperlich robusteren Spieler aufs Feld schickte, konnte Pfullingen das Spiel ausgeglichen gestalten, zumal die TGS-Offensive für einige Minuten Ladehemmung hatte. Doch wie beim glanzvollen 35:22-Heimsieg gegen Aufsteiger TVS Baden-Baden waren es als Außenspieler Kikillus und Fabian Dykta, die ihr Team in der Erfolgsspur hielten. Letztlich trugen beide je sechs Treffer zum Erfolg ihrer Mannschaft bei.

So wie letztlich nach 60 Minuten lag die TGS zur Pause mit drei Toren vorne – 14:11 stand es da. Während die Pforzheimer mit Spielern wie Florian Taafel, Maris Versakovs und Patrick Zweigner im Angriff weiter auf spielerische Mittel setzten, zogen es die Akteure des ehemaligen Erstligisten vor, mit überfallartiger erster Welle und brachialen Aktionen Mann gegen Mann den Erfolg zu suchen. Zunächst zahlte sich das aus: Ihr agilster Mann, Florian Möck, traf in der 45. Minute zum 20:20. Dass es zum Ausgleich kam, hatte auch damit zu tun, dass TGS-Torhüter Sebastian Ullrich nach zahlreichen sehr gute Szenen in Hälfte eins seinen Vorderleuten keine signifikanten Impulse mehr geben konnte. So kam sein Pendant Jonathan Binder zum Zug. Mit glanzvollen Paraden im Stil von Nationaltorhüter Silvio Heinevetter hatte Binder letztlich noch großen Anteil am Auswärtserfolg.

Im Angriff sorgte Versakovs im Zusammenspiel mit Davor Sruk nun für ein Schaulaufen. Als die TGS 26:21 vorne lag, war die Vorentscheidung gefallen. Doch während die TGS dann zu zaghaft agierte, setzten die Pfullinger alles auf eine Karte und verkürzten zwei Minuten vor Abpfiff auf 25:26. Die Halle wurde zum Hexenkessel, doch dank zweier Glanzparaden von Binder, einem Treffer von Fabian Dykta auf Linksaußen und einem Rückraumknaller von Taafel machte die TGS den Sack zu.

„Wir sind nicht mehr von unseren Rückraum-Kanonieren alleine abhängig, sondern kommen durch schnelle Ballwechsel und durchdachte Laufwege immer wieder über die Außenpositionen und den Kreis zu Torerfolgen“, stellte Abteilungsleiter Wolfgang Taafel zufrieden fest. „Eine hervorragende Entwicklung macht derzeit unser Eigengewächs Fabian Dykta, der die sich ihm bietenden Chancen sicher und oft spektakulär nutzt.“ Eine Verletzung von Michal Wysokinski trübte die Freude. Ein Pfullinger Abwehrspieler hatte den Polen niedergerungen und fiel dabei auf Wysokinskis linkes Knie. Die Diagnose steht aus.