760_0900_74496_Michal_Wysokinski_TGS_Neuhausen_C_Peter_H.jpg
Immer besser in Fahrt kommt bei der TGS Pforzheim der zurückgekehrte Kreisläufer Michal Wysokinski.  Foto: Hennrich 

TGS Pforzheim schlägt auch TV Neuhausen in eigener Halle

Pforzheim. Fetzige Rhythmen der Kieselbronner Gugge Gaiße vor dem Spiel, in der Halbzeitpause und auch noch lange nach dem Abpfiff sowie im sportlichen Teil wieder so ein richtiger Auftritt mit Herzblut: nach dem 32:29 im letzten Heimspiel des Jahres gegen den zu Beginn der Saison mit großen Vorschusslorbeeren gehandelten Zweitliga-Absteiger TV 1893 Neuhausen durften die Fans der TGS Pforzheim zufrieden nach Hause gehen. Das Team knüpfte an die starke Angriffsvorstellung vom letzten Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen an, obwohl man gleich fünf Siebenmeterchancen ausließ.

Das Team knüpfte an die starke Angriffsvorstellung vom letzten Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen an, obwohl man gleich fünf Siebenmeterchancen ausließ. „Die haben im Rückraum mehr als ein halbes Dutzend an fertigen Spielern, während sich Maris Versakovs und ich bei uns schon seit Wochen in diesem Bereich zu zweit über die gesamte Spielstunde plagen müssen“ hatte Florian Taafel vor dem Spiel aufgezeigt, wie einseitig die personellen Ressourcen verteilt sind. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler Tim Keupp und der aus Genf geholte Quentin Abadie trafen zunächst auch gut gegen Pforzheims 6:0-Abwehr.

Die TGS antwortete vor allem über den am Kreis immer mehr aufblühenden Michal Wysokinski, der fünf Tore machte und viele Strafwürfe herausholte. Auch Fabian Dykta der binnen 20 Sekunden zweimal zum 7:8 und 8:8 traf, zeigte seine wachsende Stärke auf Linksaußen. Zehn schwache Minuten der Gastgeber ließen Neuhausen dann bis zur Pause (12:15) wegziehen, doch vor allem mit Kontertoren von Marco Kikillus drehte Pforzheim das Spiel bis zur 45. Minute wieder (22:21).

Dann der nächste Rückschlag: Keeper Sebastian Ulrich musste nach einem Gesichtstreffer verletzt vom Feld, doch Jonathan Binder präsentierte sich gleich hellwach und parierte gleich fünfmal in Serie. Das nutzte Pforzheim, um sich auf 25:21 abzusetzen. Als im Endspurt beim Stand von 31:28 mit Florian Taafel und Alexander Klimovets gleich zwei TGS-Spieler Zeitstrafen kassierten, ging Neuhausen zur offenen Manndeckung über, doch Marco Kikillus machte mit Treffer Nummer 32 für sein Team alles klar.

Das letzte Spiel des Jahres, das gleichzeitig Abschluss der steinigen Vorrunde ist, führt die Nordstädter in zwei Wochen zum Aufsteiger nach Dansenberg in die Pfalz. Möglich, dass dann auch wieder Evgeni Prasolov mit von der Partie ist. Am Samstag wurde er beim Aufwärmen jedenfalls schon wieder gesichtet.