760_0900_12868_.jpg TGS Pforzheim schlägt in der Handball-Oberliga den TV Sandweier 30:27
Zupackend präsentierte sich Sandweiers Abwehr wie hier gegen Pforzheims elffachen Torschützen Florian Taafel vor allem vor der Pause.  Foto: Ripberger 

TGS Pforzheim schlägt in der Handball-Oberliga den TV Sandweier 30:27

Pforzheim. Die TGS Pforzheim ist nur noch vier Spiele von einer perfekten Vorrunde entfernt. Mit dem 30:27 (18:15) gegen den TV Sandweier gelang den Handballern von Trainer Damir Lebovic am Sonntag der elfte Sieg im elften Spiel. Dabei täuscht das Endergebnis etwas über den – zumindest in der zweiten Halbzeit – klaren Spielverlauf hinweg. Denn die Pforzheimer hatten bereits 29:20 geführt.

Vor der Pause hingegen wirkte die Begegnung zu keinem Zeitpunkt, als würde der Tabellenführer mit Heimrecht gegen den Tabellenvorletzten spielen. Sandweier spielte variabel und schnell, glich damit die körperlichen Vorteile der Gastgeber aus. Die TGS ging zwar zunächst standesgemäß mit 7:3 in Führung, doch die Gäste aus Südbaden hielten dagegen, kamen immer wieder zu einfachen Toren bei Tempogegenstößen über ihre schnellen Außenspieler. Und nachdem die Gäste ihre Abwehr von einer 6-0-Formation auf offensivere Varianten umgestellt hatten, streuten sie immer wieder Sand ins TGS-Getriebe, waren beim Zwischenstand von 15:13 dicht dran. Hätte Jonathan Binder im Pforzheimer Tor nicht mit Glanzparaden zwei weitere Kontertore der Südbadner verhindert, wäre sogar der Ausgleich möglich gewesen. So aber rettete die TGS eine 18:15-Führung in die Pause.

„Der Gegner hatte viele kleine Spieler, das ist eine ganz andere Art, Handball zu spielen. Gegen starke Gegner spielen wir wesentlich besser“, zog Damir Lebovic Bilanz.

Und nach dem Seitenwechsel wurde die Partie immer einseitiger. Die TGS-Abwehr hatte sich nun auf den quirligen Gegner eingestellt. Und spätestens, als Sandweisers Frank Henke für ein Revanchefoul gegen Andrej Klimovets die Rote Karte gesehen hatte, zündeten die Pforzheimer den Turbo. Jetzt erzwangen die Gastgeber die Ballverluste und nutzten die Konter zu Toren. Erst nach dem 29:20 ließ der TGS-Elan nach. Trainer Lebovic schickte nun zunehmend junge Spieler wie Findan Krettek und Philipp Ast aufs Spielfeld. Sandweier betrieb Ergebniskosmetik, brachte den Sieg der Hausherren aber nicht mehr in Gefahr.

TGS Pforzheim: Binder, Krettek – Heintz, Taafel 11/3, Pietrucha, Kikillus 4, Hoffmann 3, Kaiser 2, Ast 1, Klimovets 1, Sydorchuk, Zergon 2, Brandt 6, Zluhan