760_0900_23801_.jpg TGS Pforzheim siegt - Hexer Binder im Tor hält fast alles
TGS-Kepper Jonathan Binder brachte den Gegner, hier Niklas Schwenzer (links), zur Verzweiflung. Becker 

TGS Pforzheim siegt - Hexer Binder im Tor hält fast alles

Die TGS Pforzheim schlägt den Tabellenzweiten TV Hochdorf mit 29:24 (13:11) und zeigt, dass sie in der 3. Liga mithalten können.

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TGS Pforzheim - TV Hochdorf

Tore gegen Pfälzer Riesen

Marko Kikillus und Christian Zluhan mit Tempogegenstößen sowie Valentin Hörer aus dem Rückraum glichen dann wieder aus, ehe mit Florian Taafel, Hörer und Sven Kaiser die Pforzheimer Rückraumschützen die Lücken im Innenblock der Pfälzer Riesen fanden und dafür sorgten, dass die Turngesellen mit 12:7-Treffern weg kamen. Garant für die 11:3-Tore-Serie der Turngesellen war aber in erster Linie Keeper Jonathan Binder, der den Pfälzern in dieser Spielphase auch alles wegstach. Trainer Andrej Klimovets sah die Leistung von Binder im perfekten Zusammenspiel mit der ganz hervorragenden Deckungsarbeit seiner Truppe, wo der für Wysokinski ins kalte Wasser geworfene Youngster Philipp Ast an der Nahtstelle gegen 2,04-Mann Lanninger ganze Arbeit leistete. Zeitstrafen gegen Taafel und Ast sowie ein verschossener Siebenmeter von Kikillus brachten Hochdorf wieder heran und ließen beim 13:11-Pausenstand eine heiße zweite Spielhälfte erwarten.

Männer von der Bank langen zu

Diese wurde dann neben der Fortsetzung der Binder-Show vor allem zu einer Bühne für die Männer von der Bank. Das erste Glanzlicht setzte David Hoffmann, als er, gerade für Christian Zluhan ins Spiel gekommen, auf der linken Außenbahn alles stehen ließ und mit einem Sturmlauf vom eigenen Kreis und danach mit einem weiteren Überzahltreffer dafür sorgte, dass der geschmolzene Vorsprung wieder auf 17:13-Treffer ausgebaut wurde. Philipp Ast ließ mit seinem ersten Drittligatreffer das 18:13 folgen. Danach bestätigte Freddy Zergon sogar in Unterzahl den Fünf-Tore-Vorsprung.(45. Minute).

Weil die Schlussviertelstunde von Konstanz noch im Hinterkopf saß und Hochdorf nun sein Heil in einer offenen Deckung gegen Florian Taafel und Valentin Hörer suchte, wurde es noch einmal richtig spannend. Vor allem Christian Streichsbier, der fast ohne Training in die Bresche gesprungen war, nutzte dann die Freiräume und die blind vertrauten Anspiele von Florian Taafel, um die letzten Zweifel am hoch verdienten Sieg zu beseitigen.

Im Spiel gegen den bisherigen Tabellenzweiten haben die Pforzheimer eindrucksvoll unterstrichen, dass sie in der 3. Bundesliga mithalten können. Der Erfolg war schon deshalb eminent wichtig, weil mit Herrenberg, Auerbach, Rödelsee und Großsachsen Mannschaften, die mit den Turngesellen wohl im harten Wettstreit stehen, an diesem Wochenende ebenfalls punkteten.

TGS Pforzheim: Binder, Hämmerling – Streichsbier (3), Taafel (7), Pietrucha, Kikillus (2), Hoffmann (4), Kaiser (3), Ast (1), Kusterer, Zergon (1), Hörer (5), Brandt (2), Zluhan (1)