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Großer Einsatz: Die TGS-Feldspieler Oliver Koziol, Sven Kaiser und Tim Kusterer (von links) stemmen sich einem Angreifer aus Sandweier entgegen. Im Hintergrund wartet Torhüter Johannes Binder auf den Ball. hennrich 

TGS Pforzheim siegt mit 25:23 gegen Sandweier

Mit Spannung und mit Bangen hatte man bei der TGS Pforzheim das erste Spiel nach der schweren Verletzung von Torjäger Florian Taafel erwartet, der für den Rest der Saison in der Handball-Oberliga mit einem Kreuzbandriss im linken Knie ausfällt. Aufatmen, als die Pflichtaufgabe erledigt war. 25:23 (13:11) bezwangen die Pforzheimer den Tabellenvorletzten TVSandweier in der heimischen Halle im Benckiserpark.

Nachdem der beste Torschütze im Team fehlte, übernahm vor allem die Defensive die Verantwortung. Mit Erfolg. Der Spielverlauf war einseitiger, als es das Endergebnis vermuten lässt. Wenige Minuten vor Spielende führte die TGS noch mir sechs Toren.

„Es war ein hartes Stück Arbeit. Wir wussten nicht, wo wir ohne Florian stehen. Aber die Mannschaft hat das heute optimal gelöst“, freute sich Spielertrainer Hans Christensen über zwei wichtige Punkte.

Der Mann, der so schmerzlich vermisst wurde, war als Betreuer an der Seitenlinie im Einsatz. „Es fühlt sich Sch . . . . an“, charakterisierte Florian Taafel kurz und knapp seine Zuschauerrolle. Hilflos habe er sich gefühlt. „Aber ich versuche, mich einzubringen, so gut es geht.“ Meist tat Taafel das, wild gestikulierend im Stehen, ohne Rücksicht auf das Knie. Am Donnerstag wird wird er operiert.

Die Mannschaft zeigte, wie sie Taafels Ausfall wettzumachen gedenkt. Mit großem Einsatz, vor allem in der Abwehr. Dort stand auch der junge Tim Kusterer seinen Mann, der Taafel im linken Rückraum ersetzen soll. Auf rechts machte Dymtro Sydorchuk Dampf, vor allem in der ersten Viertelstunde, als er als Serientäter vier seiner fünf Treffer erzielte. Die TGS führte ständig, hatte aber mit der ebenfalls sehr offensiven und aggressiven Gästeabwehr so ihre Mühe. Da wurde auch der erkrankte Kreisläufer Christian Streichsbier schmerzlich vermisst.

So konnte sich die TGS erst nach der Pause absetzen, als das Team vor allem dank der Tore von Tobias Müller auf 17:12 und 21:15 davonzog. Die sieben Gegentore vor allem durch Simon Bornhäußer (11/4) und Philipp Kinz (4) in den letzten sieben Spielminuten waren nur ein Schönheitsfehler.

Dennoch ist klar: Ohne Florian Taafel geht es für die TGS nur um den Klassenerhalt. Zum Glück hat das Team mit 18:10 Punkten ein sattes Polster. „Sechs bis acht Punkte brauchen wir noch“, rechnet Wolfgang Taafel, Abteilungsleiter und Vater von Florian, vor und kündigt an, sich auf dem Spielermarkt umzuschauen.

TGS Pforzheim: Binder, Krettek – Althuon 3, Kaiser 1, Christensen1, Müller 6/4, Körner 1, Meiniger 1, Koziol 1, J. Kusterer, T. Kusterer 1, Sydorchuk 5, Zergon 5.