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Bei der TGS steht für Patrick Zweigner (links) ein Spiel gegen sein altes Team an: Die Pforzheimer treffen auf die Junglöwen.  Foto: Ripberger/PZ-Archiv 

TGS Pforzheim strebt gegen Junglöwen Heimsieg an

Pforzheim. Für Handball-Drittligist TGS Pforzheim steht das einzig verbliebene Nordbaden-Derby der Südstaffel an. Am Samstag zur gewohnten Zeit um 19 Uhr in der Bertha-Benz-Halle treffen die TGS und die Perspektivmannschaft der Rhein-Neckar Löwen aufeinander. Die Teams aus Leutershausen, Großsachsen, Nußloch und Oftersheim/Schwetzingen waren in die Ostgruppe gewechselt.

Schade für die Wartberger, dass sie im Heimspiel gegen Fürstenfeldbruck (28:35) nicht besser die Werbetrommel gerührt haben, auch wenn die ersten 25 Minuten in einem mitreißenden Tete-a-Tete mit das Beste waren, was man in den zurückliegenden Wochen in der Bertha-Benz-Halle gesehen hat. Dass Pforzheim das Spiel auch infolge fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen – die man aber zwischenzeitlich abgehakt hat und nicht mehr kommentieren will – aus der Hand glitt, ist ein anderes Thema. Dieses wurde unter der Woche in intensiven Gesprächen auch zwischen Trainer und Vereins-Management abgearbeitet. Fazit; Die „Roten“ verfügen derzeit über ein spielerisches Potenzial wie wohl noch nie, dieses nun voll auszuschöpfen – vor allem auch taktisch – wird die Aufgabe gegen das Perspektivteam des zweimaligen deutschen Meisters aus der Kurpfalz sein. Fehlen wird der TGS der Lette Maris Versakovs. Er ist mit seinem Nationalteam mit einem 21:27 in Slowenien in die EM-Qualifikation gestartet. Obwohl Spielmacher Versakovs mit sechs Toren der beste Werfer der Partie war, lag sein Team bereits früh deutlich zurück. Am Sonntag steht für die lettische Auswahl noch ein Quali-Spiel gegen die Niederlande an.

Dass Versakovs der TGS fehlt, ist vielleicht die Chance für Yavez Kirschner. Er könnte in die Stammsieben rücken und dann auch vor heimischen Publikum endlich seine Qualitäten zeigen sowie den Durchbruch schaffen. Auch Roy James sollte, nicht nur als Abwehrspezialist, seine Chance bekommen. Fabian Dykta saß zuletzt auf der Bank, kam aber krankheitsbedingt nicht zum Einsatz. Nun sollte er wieder mit von der Partie sein und dabei helfen, dass das Punktekonto der Nordstädter wieder positiv wird.

In Pforzheim stellt sich ein Gegner vor, der in der Liga etabliert ist. Allerdings haben die Junglöwen mit den Torhütern Pascal Boudgoust (zur TV Großsachsen) und Lucas Bauer (HG Oftersheim/Schwetzingen) sowie Maximilian Haider (Eulen Ludwigshafen), Kevin Kleinlagel (HSG St.Leon/Reilingen), Maximilian Trost (SG BBM Bietigheim) und Rückraumspieler Patrick Zweigner (TGS Pforzheim) wieder ein halbes Team leistungsorientierter Spieler an lokale Konkurrenz abgeben müssen. Außer für Zweigner ist die Partie für James eine besondere, denn auch er ist aus dem von der Dietmar-Hopp-Stiftung getragenen Internat der Löwen hervorgegangen. gl/rks