760_0900_22690_.jpg TGS Pforzheim überzeugt nur in der Offensive
Eine dicke Lippe mussten Nils Brandt (rechts) und seine Mitstreiter von der TGS Pforzheim gegen Bad Neustadts Abwehr bisweilen ungewollt riskieren. Gössele 

TGS Pforzheim überzeugt nur in der Offensive

TGS Pforzheim kassiert beim 32:34 gegen Bad Neustadt die dritte Niederlage. Torhüter Jonathan Binder erwischt einen rabenschwarzen Tag.

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TGS verliert gegen HSC Bad Neustadt

Dabei hatte man sich bei den Turngesellen gefreut, dass der Binder nach seiner Gehirnerschütterung zurückgekehrt war, zumal Kollege Philipp Hämmerling weiter ausfällt. Doch dass der Stammkeeper einen so gebrauchten Tag erwischen würde, hatte niemand erwartet. „Wenn ein Torhüter nur zwei Bälle hält, ist das zu wenig“, kritisierte Andrej Klimovets nach der Partie ganz offen.

Dabei war der Trainer mit seiner Mannschaft trotz der dritten Niederlage im dritten Spiel nicht unzufrieden. Schließlich ist Bad Neustadt ein Titelkandidat. Aufsteiger Pforzheimer kämpfte bis zum Schluss, überzeugte offensiv . Allerdings täuscht das Ergebnis über den Spielverlauf hinweg. Zur Pause führten die Gäste 20:16, bauten die Führung teilweise bis auf sechs Tore aus (28:22). So richtig in Gefahr geriet dieser Erfolg auch in der hektischen Schlussphase nicht mehr. Die Spannung bei der TGS-Aufholjagd speiste sich zum Gutteil daraus, dass die Anzeigentafel ausgefallen war und die restliche Spielzeit nicht mehr angezeigt wurde. Wegen technischer Probleme war die Partie schon mit 20 Minuten Verspätung angepfiffen worden.

Dazwischen sahen die Zuschauer eine intensive Partie, die vor allem vom Rückraum dominiert wurde. Auf Pforzheimer Seite warfen Florian Taafel (12/2), Nils Brandt (5) und Valentin Hörer alleine 20 Tore aus dem Feld – und Gästetrainer Matthias Obinger haderte mit seiner Abwehr: „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir zuletzt 32 Gegentore oder 20 Treffer aus dem Rückraum kassiert haben.“

Doch Bad Neustadt hatte in der Mitte die besseren Trümpfe mit dem agilen Spielmacher Emil Feuchtmann-Perez (6), Kreisläufer Margots Valkovskis (5) und Rechtshänder Vilim Leskovec. Der Kroate traf alleine zehnmal.

Die TGS hatte außer Rückraum wenig zu bieten, trotz der fünf Treffer von Rechtsaußen Marco Kikillus und der vier Treffer von Kreisläufer Michael Wysokinski. Vor allem aber schafften es die Pforzheimer nicht, bei 4:9 Zeitstrafen die zehn Minuten Überzahl gewinnbringend zu nutzen.

TGS Pforzheim: Binder, Ludwig – Taafel 12/2, Pietrucha, Kikillus 5, Hoffmann, Kaiser, Ast, Wysokinski, 4, Zergon, Hörer 5, Brandt 5, Zluhan.