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Eine starke Leistung auch in Dansenberg: Davor Sruk.  Foto: PZ-Archiv, Hennrich 

TGS Pforzheim verabschiedet sich nach nervenaufreibenden Spiel in Winterpause

Dansenberg. Es war die erwartet turbulente und nervenaufreibende Partie beim Aufsteiger aus der Pfalz. Nach der Strafenstatistk liegt der TuS Dansenberg in der Handball-Drittligastatistik mit Abstand an der Spitze des Klassements, während die TGS Pforzheim mit den wenigsten Strafen das Tabellenende ziert.

Doch nicht die Härte der Hausherren war es, was die Mannschaft von Andrej Klimovets nahezu die gesamte erste Hälfte aus dem Tritt brachte, sondern die von Anfang an völlig überzogene Spielleitung der beiden Unparteiischen einerseits, sowie das fehlende Durchsetzungsvermögen gegen die Dansenberger Defensive, die den TGS-Topscorer Florian Taafel lange Zeit nicht zur Entfaltung kommen ließ.

Gerade mal 8:4 stand es in der 23. Spielminute, als der 2,08 Meter große Hühne Goran Gorenac nach einem Gesichtstreffer gegen Taafel die Rote Karte sah. Offensichtlich wirkte diese Aktion wie ein Weckruf auf die TGS-Offensive. Zweimal war nun Spielmacher Maris Versakovs und anschließend binnen zwei Minuten dreimal Florian Taafel zum 10:9-Halbzeitstand erfolgreich.

In der 34. Minute ging Pforzheim mit 12:11 ersmals in Führung, doch hielt die Freude über den Führungstreffer nicht lange an, da nur eine Minute danach Michal Wysokinski nach seiner dritten Zweiminutenstrafe auf der Tribüne bei seinen verletzten Mannschaftskameraden Platz nehmen musste. Doch hatten die Pfälzer nicht die Rechnung mit dem Wirt gemacht. Andrej Klimovets wechselte sich nun selbst ein und übernahm in der Defensive die Aufgaben von Wysokinski. Dadurch wurde der Abwehrverbund noch stabiler und Keeper Sebastian Ullrich lief zunehmend zur Glanzform auf.

Kikillus, Mitzel, erneut Kikillus und Taafel trafen zum 16:13. Diesen Zwischenspurt verkraftete nicht nur die Dansenberger Mannschaft, sondern auch die Computertechnik nicht, denn fortan musste die Spielstatistik händisch geführt werden, was die Fans an den Livetickern zur Verzweiflung brachte. Als die TGS mit 22:16 in Front lag, schien ein weiterer Auswärtserfolg bereits in trockenen Tüchern zu sein. Dansenberg stellte die Abwehr um, nahm Taafel und Versakovs in kurze Deckung, profitierte von Ballverlusten der TGS und verkürzte auf 22:20. Marco Kikillus erzielte nach einem abgefangenen Querpasse das 23:20 und Taafel brachte mit zwei erfolgreich verwandelten Strafwürfen den hart erkämpften Sieg unter Dach und Fach.

Wolfgang Taafel war erleichtert: „Es war ein Sieg der Willenskraft und Cleverness. Beim personell hervorragend besetzten Aufsteiger hat sich das Team trotz großem Verletzungspech für eine überragende Vorrunde belohnt. Oft stehen ja immer die Torschützen im Mittelpunkt, doch nicht zum ersten Mal, aber am Samstag in Dansenberg ganz besonders, möchte ich Davor Sruk loben, der mit seinem enormen Einsatz in Abwehr und Angriff, als Teamplayer einen bravourösen Beitrag für solche Erfolge leistet.“