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TGS Pforzheim

Harte Prüfung: Die jungen Spieler wie Trainersohn Alexander Klimovets (am Ball) bekamen in der Endphase der bereits verlorenen Partie gegen Haßloch vermehrt Einsatzzeit. Foto: Hennrich
Harte Prüfung: Die jungen Spieler wie Trainersohn Alexander Klimovets (am Ball) bekamen in der Endphase der bereits verlorenen Partie gegen Haßloch vermehrt Einsatzzeit. Foto: Hennrich
18.03.2018

TGS Pforzheim verliert Heimspiel gegen Haßloch überraschend klar 20:34

Pforzheim. Fünfmal war die TSG Haßloch nach ihrem Wiederaufstieg in die 3. Liga gegen die TGS Pforzheim aufgelaufen, fünfmal besiegten die Pforzheimer ihren Lieblingsgegner. Nach dem Spiel der Vorrunde (29:23 für die TGS) hatte Haßlochs Sportlicher Leiter Thomas Müller vorgeschlagen, die Punkte künftig ohne Spiel zu vergeben. Dann aber kam es ganz anders. „Beim sechsten Mal haben wir nun mit furiosem Powerhandball zurückgeschlagen“, so ein strahlender Müller nach dem unerwartet deutlichen 34:20 (16:13)-Erfolg der Pfälzer in der Bertha-Benz-Halle in Pforzheim.

Versakovs schwarzer Tag

Dabei hatte die Partie für die Gastgeber, bei denen wider Erwartungen auch Kapitän Florian Taafel wieder dabei war, mit einer 2:0- und 4:2-Führung vielversprechend begonnen. Aber Gästetrainer Tobias Job („Wir haben gewusst, dass die Pforzheimer den Weg über ihre starken Kreisläufer suchen“) ließ die Räume für Michael Wysokinski und Davor Sruk eng machen. Weil zudem Maris Versakovs im TGS-Rückraum einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, drehten die Gäste mit einem 6:0-Lauf dank ihrer Konter und einem konsequenten Rückraum die Partie schon früh in eine 8:4-Führung (12. Minute). Taafel, Wysokinski sowie Dykta machten es mit den nächsten drei Einschüssen dann wieder eng, ehe Haßlochs wurfgewaltiger Rückraum das Restviertel bis zum 10:13-Pausenstand bestimmte.

Nach dem Wechsel kämpfte sich Pforzheim noch auf 15:16 heran, versuchte dann aber zu oft, mit schlecht vorbereiteten Würfen den Ausgleich zu erzwingen. Haßloch startete erneut einen 6:0-Lauf. Nachdem Zeller mit dem 27:17 in der 49. Minute den Haßlocher Vorsprung zweistellig ausgebaut hatte, schickte Pforzheims Coach Andrej Klimovets in der Folge mit Fassunge, Salzseeler, Dykta, Bujotzek, Mitzel und seinem Sohn Alexander eine Younster-Formation ins Feuer, die erwartungsgemäß nicht viel ausrichtete.

Kein Zweifel am Charakter

TGS-Abteilungsleister Wolfgang Taafel wirkte am Ende dennoch nicht niedergeschlagen oder frustriert. „Ich lasse mir wegen dieser ganz schwachen Vorstellung keine grauen Haare wachsen, die Mannschaft hat Charakter, das hat sie in den letzten Wochen zur Genüge bewiesen. Sie sitzt gerade schweigend in der Kabine, denkt über die Fehler nach, um es im nächsten Spiel wieder besser zu machen“.