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Aufgrund der Personalsorgen ist TGS-Trainer Andrej Klimovets auch als Spieler gefordert. Becker, PZ-Archiv 

TGS Pforzheim will Löwen zähmen: Handball-Drittligist muss gegen Rhein-Neckar Löwen II ran

Nach zwei knappen Niederlagen mit einem Treffer Differenz hofft die TGS Pforzheim, am Samstag um 19 Uhr in der Bertha-Benz-Halle im Nordbaden-Derby gegen die Rhein-Neckar Löwen II wieder auf die Erfolgsspur zu finden.

Einfach wird dies nicht, denn mit der Perspektivmannschaft des deutschen Handballmeisters stellt sich der Tabellenzweite der 3. Liga vor. Zudem hat sich bei den Wartbergern an der brisanten personellen Situation nichts geändert. Voraussichtlicht ist für die an der Schulter verletzten Evgeni Prasolov und Markus Bujotzek die Vorrunde, das bedeutet ein Einsatz im Jahr 2017, ohnehin gelaufen – für Filip Prsa mit gerissenem Kreuzband die ganze Saison sowieso. Mit Lukas Salzseeler, der sich einen Virus eingefangen hat, fällt auch noch einer der Nachwuchsspieler aus. Da ist es gut, dass man für Trainer Andrej Klimovets immer noch seinen Spielerpass und ein Trikot in der Hinterhand hält.

Es verdient Respekt, wie sich das Häuflein der verbliebenen Leistungsträger nun schon seit Wochen den Personalproblemen entgegenstemmt. Selbst beim Vizemeister in Horkheim war mit einem Quäntchen mehr Fortune und vor allem auch mit wohlwollenderen Schiedsrichterentscheidungen mehr drin. Für das Spiel am Samstag gilt nun wieder Augen zu und durch, auch wenn der Kräfteverschleiß bei der Stammsieben, die fast die gesamte Spielstunde über durchspielen muss, nicht zu übersehen ist.

Dass die „Junglöwen“ nach der großen Fluktuation zwischen den Runden gleich wieder ganz vorne mitmischen, war nach dem Abgang von nicht weniger als acht Kaderspielern nicht zu erwarten. Da ist dem in der Bundesliga gestählten Andre Bechtold, der die Kraichgauer seit dem Ende der vergangenen Saison wieder unter seine Fittiche genommen hat, entgegengekommen, dass aus dem Handballförder-Zentrum, das von der Dietmar-Hopp-Stiftung finanziert wird, Jahr für Jahr bestens ausgebildeter Nachwuchs kommt. Hinzu kommt die Aussicht, in den Kader des deutschen Meisters aufzurücken. Mit verblieben Routiniers wie Maximilian Haider, Patrick Zweigner oder den Trost-Brüdern sind die „Junglöwen“ mit tollenm 14;2 Punkten in die neue Saison geschossen. Dass es aus den letzten drei Begegnungen nur einen Zähler gab, lässt die TGS hoffen.