760_0900_13627_.jpg TGS-Sieg mit Höhen und Tiefen
Ein Freiflug Richtung Tor: Linksaußen Christian Zluhan steuerte drei Tore zum deutlichen Sieg der TGS Pforzheim gegen Heiningen bei.  Foto: Ripberger 

TGS-Sieg mit Höhen und Tiefen

Pforzheim. Mit dem 14. Erfolg im 14.Saisonspiel hat die TGS Pforzheim die Tabellenführung in der Handball-Oberliga der Männer weiter untermauert. Beim 36:27 (16:14) gegen den Tabellenelften TSV Heiningen wurde der Spitzenreiter trotz eines Durchhängers in der ersten Halbzeit seiner Favoritenrolle gerecht.

Die Zuschauer in der Benckiserhalle sahen beim letzten Heimspiel in diesem Kalenderjahr einen Auftritt mit Höhen und Tiefen. „Wir hatten immer wieder zehn gute und dann wieder zehn schlechte Minuten“, sagte Pforzheims Kapitän und bester Werfer Florian Taafel, der acht Treffer erzielte.

Aggressive Gästeabwehr

In der ersten Hälfte machten die Gäste aus Heiningen mit ihrer aggressiven Defensivarbeit den Hausherren das Leben schwer. Nachdem die Pforzheimer von Beginn an in Führung gegangen waren und nach zehn Minuten mit 5:3 in Front lagen, setzte sich das Team von Trainer Damir Lebovic mit Unkonzentriertheiten im Abschluss selbst unter Druck. So scheiterten Kapitän Taafel, Nils Brandt und Marco Kikillus vom Siebenmeterpunkt. Bis zur 25. Spielminute kamen die Gäste dann bis auf zwei Tore heran.

„Sobald wir gegen scheinbar schwächere Gegner komfortabel in Führung liegen, neigen wir wohl dazu, zu viel auszuprobieren“, versucht Taafel die Leistungsschwankungen zu erklären. In dieser Phase konnte sich die TGS bei Torhüter Jonathan Binder bedanken, der mit einigen starken Paraden die Gäste auf Abstand hielt.

Auch Coach Lebovic haderte mit der Chancenverwertung: „Wir waren vor dem Tor zu nervös.“ In der Halbzeit hat er dann anscheinend die richtigen Worte gefunden. Nach dem Seitenwechsel machte die TGS das Spiel klar und zog bis zur 45. Minute auf 27:19 davon. „Wir haben nach der Pause konsequenter und mit mehr Geduld gespielt“, sagte Lebovic.

Dann begann erneut eine der von Kapitän Taafel angesprochenen „Experimentierphasen“ und die Gäste um ihre besten Werfer Marcel Planitz und Felix Kohnle (jeweils sieben Tore) witterten noch einmal eine Chance. Die Heininger kamen noch einmal bis auf 27:32 heran, doch der Pforzheimer Sieg war nie wirklich in Gefahr.

Kuriose Torhüter-Parade

„Es war am Ende ein deutliches Ergebnis. Genau das haben wir uns vorgenommen“, freute sich Torhüter Binder, der in der 39. Minute für den wohl kuriosesten Moment des Abends sorgte. Den Beginn eines Tempogegenstoßes des TSV verfolgte er noch von der Seitenlinie, wo er sich mit seinem Keeper-Kollegen Philip Hämmerling unterhielt. Doch bevor Heiningens Angreifer den Ball ins leere Tor befördern konnte, warf sich Binder im letzten Moment dazwischen und lenkte die Kugel an die Latte.