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Unter Druck: Sven Kaiser (links) gegen die Pfullinger Abwehr. TGS), Till Fernow (Pfullingen), Timo Wolf (Pfullingen)Veröffentlichung Honorarpflichtig:Gössele 

TGS-Trainer Hans Christensen freigestellt

Pforzheim. Das Saisonziel „Klassenerhalt“ haben die Handballer der TGS Pforzheim längst erreicht. Und trotzdem geht es beim Oberligisten dieser Tage turbulent zu. Nachdem bekanntgeworden ist, dass mit Tobias Müller, Jan Althuon und Hagen Körner gleich drei Stammspieler dem scheidenden Trainer Hans Christensen zum Stadtrivalen auf den Buckenberg folgen, hängt der Haussegen bei der TGS schief. Kurz vor dem Duell am Samstag gegen den VfLPfullingen wurde der dänische Übungsleiter nun sogar für die restlichen Partien „vom Spielbetrieb freigestellt“, wie es von Vereinsseite heißt.

„Nach der desolaten Vorstellung beim Pokalspiel in Bretten sind bei mir die Alarmsirenen angegangen. Ich musste die Reißleine ziehen“, bekennt TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel, der kurzfristig seinen Sohn Florian Taafel als Interimstrainer installierte. Zumindest half diese Maßnahme, um das Spiel gegen den Tabellendritten aus Pfullingen trotz einer 23:25-Niederlage lange offen zu halten. Nach der Pause (13:15) steigerte sich vor allem die Pforzheimer Abwehr um Torhüter und Geburtstagskind Jonathan Binder, der im zweiten Abschnitt bravourös hielt. Lohn der Anstrengung war das 18:18 (46.) durch Jan Althuon per Tempogegenstoß. Am Ende scheiterten die Gastgeber allerdings an ihren Abschlussschwächen. Allein vier Siebenmeter wurden verworfen. Hinzu kamen rund zehn weitere „Fahrkarten“ frei vor dem VfL-Tor. „Die Mannschaft hat sich total reingehängt. Wer aber so viele hundertprozentige Chancen gegen diesen Gegner auslässt, kann nicht gewinnen“, bilanzierte der verletzte TGS-Torjäger Florian Taafel. pep

TGS Pforzheim: Binder, Krettek, Ludwig – Heintz, Körner (1), Streichsbier (1), Müller (2), Kaiser (2/1), Althuon (6), Hoffmann (4/1), Koziol, Kusterer (1), Zergon (5), Roming (1).