TGS bietet Spitzenteam die Stirn

Coburg. Schon vor der Partie beim Drittliga-Aufstiegsfavoriten HSC 2000 Coburg waren die Gäste von der TGS Pforzheim beeindruckt: Eine hochmoderne Arena mit 3000 Zuschauerplätzen und eine Atmosphäre, die Gänsehaut verursacht, fanden die Gäste vor.

Beeindrucken konnte aber auch die TGS, die in einem klasse Handballspiel dem hochgehandelten und unter Profibedingungen trainierenden Team aus Coburg über 60 Minuten lang fast ebenbürtig war und letztlich nur knapp mit 23:25 (11:11) unterlag.

Von Anfang an gestalteten die Turngesellen die Partie offen, man ging bereits nach 38 Sekunden durch Nils Brandt in Front. Eine ausgeglichene erste Hälfte endete mit einem 11:11-Unentschieden und der mit rund 100 Pforzheimer Schlachtenbummlern gut besetzte Auswärtsblock merkte, dass hier für die TGS mehr drin ist, zumal sich Goalie Philip Hämmerling, der die komplette Partie durchspielte, da Jonathan Binder studienbedingt ausfiel, von Minute zu Minute steigerte. Auch Nils Brandt und Valentin Hörer hatten einen guten Tag erwischt.

Das Pforzheimer Team ging unbeeindruckt von der mit 2500 Zuschauern gefüllten Arena in Hälfte zwei, geriet hier jedoch das erste Mal mit drei Toren (13:16) in Rückstand. Zudem erhielt Michal Wysokinski kurz danach eine Zweiminutenstrafe.

Nichtsdestotrotz kamen die Pforzheimer zum Anschlusstreffer in Unterzahl per Siebenmeter durch den mal wieder besten Werfer Florian Taafel, der auch in dieser Partie die meisten Pforzheimer Tore (11/5) erzielte. Nachdem Coburg einmal noch auf drei Tore davon zog, sammelten sich die Rotweißen und kamen in Minute 45 durch David Hoffmann zum 18:18 Ausgleich, Florian Taafel erhöhte per Siebenmeter eine Minute später sogar zum 19:18. Die letzte Pforzheimer Führung sah man beim Stande von 20:19 (Taafel, Siebenmeter), dann zog Coburg noch einmal die Zügel an und konnte nach 60 Spielminuten mit diesem knappen Sieg vom Parkett gehen.

Die TGS Pforzheim bot eine starke Leistung, rief das gesamte Potenzial ab und zeigte, dass sich der beste Drittliga-Aufsteiger vor keinem Team in dieser Klasse verstecken muss.

TGS Pforzheim: Hämmerling, Kocabas – Taafel 11/5, Pietrucha, Kikillus 2, Hoffmann 1, Kaiser, Ast, Kusterer, Wysokinski 1, Zergon, Hörer 3, Brandt 5, Zluhan pm