TGS erlebt Déjà-vu

Heiningen. Die Luft ist raus bei der TGS Pforzheim: Die als Oberliga-Meister feststehenden Handballer haben trotz eines guten Starts mit 30:31 (14:16) beim abstiegsbedrohten TSV Heiningen verloren. Wie vor drei Wochen bei der 29:30-Niederlage beim TV Sandweier fiel der entscheidende Treffer nach einem Freiwurf in der letzten Sekunde des Spiels.

Losgelegt hatten die Pforzheimer „wie wir uns das vorgestellt haben“, so Abteilungsleiter Wolfgang Taafel: 4:0 und 8:4 stand es, die leichtfüßig aufspielende TGS schien alles im Griff zu haben. „Aber dann haben wir das spielen eingestellt“, blickt Taafel zurück: Pforzheim vergab beste Gelegenheiten und Heiningen merkte plötzlich, dass gegen den Spitzenreiter etwas zu holen ist. Nach einem Sechs-Tore-Lauf lagen die Gastgeber mit 11:9 in Führung, mit 16:14 ging es in die Pause.

Auch in der zweiten Hälfte war das Spiel nur wenig ansehnlich. Doch immerhin: Die TGS kam zurück und lag zwischenzeitlich mit 21:20 vorne. Zündende Ideen und die Laufbereitschaft der Anfangsminuten waren aber weiterhin Mangelware. So blieb es spannend bis zur allerletzten Sekunde: Einen 29:30-Rückstand glich Torjäger Florian Taafel kurz vor dem Abpfiff noch aus. Der Ball war nun bei den Heiningern, deren Angriff Pforzheims Andrej Klimovets drei Sekunden vor dem Ende mit einem Foul unterband. Die Folge: Freiwurf aus halblinker Position. Wie vor drei Wochen in Sandweier ließ es die TGS zu, dass ein Gegner freigespielt wurde. Wie vor drei Wochen zappelte der Ball mit der Schlusssirene erneut im Netz. Und wie vor drei Wochen waren es danach die Gastgeber, die feierten, als hätten sie den Aufstieg perfekt gemacht. sw

TGS Pforzheim: Binder, Herbst – Heintz, Streichsbier 4, Taafel 11/7, Pietrucha 5, Kikillus 4, Hoffmann, Kaiser, Ast, Klimovets 4, Zergon, Blum, Zluhan 2.