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Rot und weiß war die Pforzheimer Handballwelt – zumindest nach dem Derbysieg der TGS Pforzheim gegen die SG Pforzheim/Eutingen.  fotos: gössele 
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Die TGS-Deckung mit Tim Kusterer (links) stand sehr gut gegen die SG-Angreifer um Philip Schückle. 
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Strahlten um die Wette: TGS-Trainer Hans Christensen (links) und Handball-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel. 

TGS feiert "Auswärtssieg" im Derby-Heimspiel gegen die SG

Die SG Pforzheim leckt nach der 21:24-Derbyniederlage gegen die TGS ihre Wunden. Die Fans verhielten sich fair: Der Security Service musste nicht eingreifen.

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Derby in der Handball-Oberliga: TGS besiegt die SG

Dass Taafel zum entscheidenden Spieler wird, hatte PZ-Redakteur Martin Mildenberger bereits in der Samstagsausgabe prophezeit. Obwohl eine derartige Voraussage nicht besonders kühn, sondern eher naheliegend ist, lobte TGS-Coach Hans Christensen die seherischen Fähigkeiten der PZ. „Kannst Du mir dann noch die nächsten Bundesliga-Ergebnisse für meinen Wettschein voraussagen“, sagte der Däne nach dem Derby mit einem Augenzwinkern.

Weniger gut aufgelegt waren nach der Partie die Spieler der SG Pforzheim/Eutingen. „Die Enttäuschung ist riesengroß, so groß wie bei unserem Abstieg aus der 3. Liga“, meinte Kapitän Alexander Lipps, der mit vier verwandelten Siebenmetern in der Anfangsphase dafür gesorgt hatte, dass die SG nach elf Minuten mit 6:1 in Führung lag. „Warum wir dann nach 15 Minuten den Faden verloren haben, weiß ich auch nicht“, erklärte Lipps.

Bis zur Pause traf der Favorit dann nur noch dreimal. „Wir haben zehn Minuten lang kein Tor gemacht. Da lief offensiv einfach nicht mehr viel zusammen“, ärgerte sich Rechtsaußen Marius Hufnagel, dem selbst auch nur ein Treffer geglückt war.

„Diese Niederlage tut sehr weh. Gegen Kronau/Östringen kommt jetzt am Samstag das nächste Spitzenspiel. Das sollten wir gewinnen“, fordert Kim Kallfass.

Die Stimmung in der Halle, da waren sich alle Spieler einig, war außergewöhnlich gut. „In der ersten Halbzeit waren die SG-Fans eindeutig besser“, meinte Wolfgang Taafel.

Dafür feierte der TGS-Anhang nach der Partie ausgelassen mit der Mannschaft. „Auswärtssieg“ schallte es laut durch die Halle, obwohl die Heimmannschaft doch gewonnen hatte. Es war ein letzter ironischer Kommentar der Fans zum Hickhack um den Austragungsort, der beide Lager vor dem Derby beschäftigt hatte. Denn die TGS hätte lieber in der heimischen Benckiserhalle gespielt, musste die Partie aber wegen des großen Zuschauerinteresses verlegen. Martin Mildenberger