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Kämpfte mit den Gegenspielern und mit den Schiedsrichtern: Ex-Weltmeister Andrej Klimovets (rechts).  Foto: Eibner 

TGS gewinnt bei der MTG Wangen

Wangen. Noch lange wird man sich an das Gastspiel der Oberliga-Handballer der TGSPforzheim im Allgäu bei der MTG Wangen erinnern. Trotz des 25:17 (17:11)-Sieges waren die TGS-Spieler noch Stunden nach dem Spiel fassungslos über das, was ihnen in Hälfte zwei in der „Hölle Süd“ widerfahren war. An vorderster Front Andrej Klimovets, der die Welt nicht mehr verstand.

Was war passiert? Im ausverkauftem Haus schien anfangs alles nach Plan der TGS zu verlaufen: Sieben Tore betrug der Vorsprung nach 25Minuten. Im Gefühl, das Spiel fest im Griff zu haben, kamen die Spieler von Damir Lebovic aus der Kabine. Nichts mehr zu verlieren hatten dagegen die Hausherren, die unter dem Motto „Alles oder Nichts“ zu Werke gingen und sich Tor um Tor herankämpften. Während dieser Aufholphase verloren die TGS-Spieler die Konzentration und beschäftigten sich fast ausschließlich mit einem der beiden Schiedsrichter, dessen Entscheidungen die Pforzheimer scharf kritisierten.

Rot für Andrej Klimovets

Leidtragender war meist Andrej Klimovets: Fouls gegen den Ex-Weltmeister wurden kaum geahndet, seine Abwehraktionen dagegen besonders beäugt. Nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe und Rot für Klimovets in der 45.Minute schien beim Stand von 20:21 zu kippen. 700Zuschauer standen auf den Rängen und wollten Wangen zum Sieg treiben.

Doch nun zeigte sich die ganze Klasse des Lebovic-Teams, das mit einem herausragenden Florian Taafel, einem bei den Strafwürfen sicheren Marco Kikillus und einem starken Sven Kaiser das Spiel wieder in den Griff bekam: So brachte die TGS eine Zwei-Tore-Führung ins Ziel.

Am Ende standen neun Zeitstrafen gegen die TGS gegenüber drei für die Hausherren sowie sechs Strafwürfe für die TGS gegenüber zehn für Wangen – wegen dieser Zahlen traten die Pforzheimer mit dem Gefühl der Ungleichbehandlung die Heimreise an. pm

TGS Pforzheim: Binder, Hämmerling – Taafel 9/1, Pietrucha, Kikillus 6/5, Hoffmann, Kaiser 4, Ast 1, Sydorchuk, Klimovets 2, Zergon, Brandt 2, Zluhan 3