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Warten auf den ersten Saisonsieg: TGS-Coach Andrej Klimovets und Sven Kaiser.  Foto: PZ-Archiv, Becker 

TGS hofft auf Glücksgöttin

Pforzheim. Zuerst das Verletzungspech, zuletzt ein wegen eines Angreiferfouls nicht anerkannter Siegtreffer – Fortuna ist derzeit wahrlich nicht auf der Seite von 3. Liga-Aufsteiger TGS Pforzheim. Auch nach dem fünften Spieltag und der dritten Hausaufgabe sind die Mannen vom Pforzheimer Wartberg immer noch ohne Sieg.

Vielleicht besinnt sich die Glücksgöttin nun doch auf die Pforzheimer, denn wenn im letzten Spiel nicht zwischendurch die Schlusssirene den Zeitablauf gepostet hätte, wäre die Truppe von Andrej Klimovets beim finalen Wurf von Auerbach sogar ganz mit leeren Händen dagestanden.

Am Samstag haben die Turngesellen erneut Heimrecht. Gegen die SG Kronau/Östringen II sind die Aussichten auf den ersten Sieg aber auch nicht unbedingt rosig. Wie beim Auftakt der Runde Balingen/Weilstetten schicken auch die „Krösties“ einen ganz jungen Perspektivkader aufs Feld. Eine breite Bank mit bestens ausgebildeten Akteuren, in der der Bosnier Denni Djordic, der mit den Rhein-Neckar-Löwen im Mai den EHF-Cup gewann, die wohl besten Aussichten besitzt, auf Dauer in den Kader der 1. Bundesliga aufzurücken. Von einer so gut besetzten Bank wie sein alter Brötchengeber kann Andrej Klimovets nur träumen. Dass ihm die Alternativen fehlen, zeigte die zweite Halbzeit gegen Auerbach auf, in der seine Truppe, als der Stamm müde wurde, einen Fünf-Tore-Vorsprung noch verspielte. Hoffentlich stößt wenigstens Tim Kusterer bald zum Kader. Mit seinem Gardemaß wäre er auf jeden Fall ein weiterer Stabilisator für den Abwehrblock.

Auch in der Oberliga Baden-Württemberg tritt die SG Pforzheim/Eutingen am Samstag erneut zu Hause an – und zwar in einem ganz wichtigen Spiel gegen den TV Neuhausen.

Der Gegner von den Fildern ist in der vorigen Saison aus der 3. Liga abgestiegen. Und weil man auf diesem Niveau, mit Ausnahme einer einjährigen Unterbrechung, schon seit Jahren spielt, wollen die Württemberger sofort wieder nach oben. Hierzu sollten die „Mad Dogs“, wie die Schwaben mit Kampfnamen heißen, aber aus der Konrad-Adenauer-Halle Zählbares mitnehmen. Verstecken braucht sich die SG aber nicht. Was das Laufspiel und den Tempohandball anbetrifft, war die Vorstellung der Christensen-Schützlinge zuletzt gegen Flein gar nicht so übel. Wenn die Punkte auf dem Pforzheimer Buckenberg bleiben sollen, müssen aber die Chancen, und hier vor allem vom Kreis, konsequenter genutzt werden.

Der TV Neuhausen hat im Übrigen offensichtlich ein Faible für Torhüter der SG. Nachdem bis zum Ablauf der letzten Saison Felix Schmidl das Tor hütete, nimmt nun Malte Röpcke den Platz von „Fuzzy“ ein, nachdem dieser zu Balonman Canga in die 1. spanische Liga wechselte.

Auch in der Badenliga kommt es zu einem Duell zwischen der SG Pforzheim und Kronau/Östringen. Hier trifft die Vertretung von Wolfgang Lipps auf die dritte Kronauer Mannschaft. Nimmt man den Rundenauftakt mit drei Niederlagen von Aufsteiger Kronau III als Maßstab, stehen die Aussichten der Pforzheimer nicht schlecht. Weil die Begegnung gleichzeitig mit der Partie in der Konrad-Adenauer-Halle angesetzt ist, kann Wolfgang Lipps allerdings auf Akteure wie Bäuerlein, Seganfreddo oder Kern, die zuletzt Schützenhilfe im Rahmen der Möglichkeiten von U21 gaben, nicht zurückgreifen. Mit dem HC Neuenbürg haben es die Spieleeinteiler in dieser Runde nicht gut gemeint. Nach dem Derby bei der SG und der Hausaufgabe gegen Birkenau kreuzt nunmehr mit der SG Heidelsheim/Helmsheim eine weitere der besseren Adressen auf dem Buchberg auf. Da wird es für Maxim Cahn und Co. extrem schwer werden, einen weiteren Spielverlust und damit einen erneut klassischen Fehlstart zu vermeiden. Hoch hergehen dürfte es am Sonntag im Grüner, wo der TV Bretten den Namensvetter aus Knielingen zu Gast hat. Weil Spielerwechsel zwischen diesen beiden Clubs keine Seltenheit sind (zuletzt Miller von Knielingen nach Bretten, Werling in die Gegenrichtung) steckt im Vergleich viel Brisanz.

In der Landesliga steht dem TV Ispringen bei der Turnerschaft Durlach ein ganz harter Strauß bevor. Weil Lukas Kunz nach seiner Gesichtsverletzung aus der Partie mit den teilweise rüden Weingartern fehlen wird und hinter dem Einsatz von Pascal Stoll wegen einer ähnlichen Verletzung ein Fragezeichen steht, sollte wenigstens der zuletzt kranke Marvin Morloch wieder mit von der Partie sein. Um wichtige Zähler für den Ligaverbleib geht es wohl schon am Sonntag im Derby zwischen Blau Gelb Mühlacker und der SG Pforzheim/Eutingen III.

In der 3. Liga der Frauen muss die junge Truppe der HSG Pforzheim Stehvermögen zeigen, denn die Begegnung beim TV Großbottwar ist schon der dritte Vergleich für die junge Truppe von Ralf Jochim in dieser Woche (siehe auch Bericht unten).

In der Landesliga der Frauen bekommt Aufsteiger TGS Pforzheim mit der TS Mühlburg ein ganz dickes Kaliber zum Gegner. Die Hausaufgabe der HSG Pforzheim II gegen die TG Neureut II scheint da schon eher lösbar.