760_0900_14588_.jpg TGS im Derby haushoher Favorit - SG Pforzheim/Eutingen mit Verletzungspech
Es wird nicht leicht für die SG-Deckung, der TGS-Torjäger Florian Taafel (am Ball) zu stoppen. Gössele 

TGS im Derby haushoher Favorit - SG Pforzheim/Eutingen mit Verletzungspech

Pforzheim. Nach der kurzen Pause geht es bei den Handballern am Wochenende mit dem zweiten Teil der Saison 2012/2013 weiter. Mit dem ersten Abschnitt der Spielrunde können die Ballwerfer aus Pforzheim hochzufrieden sein. Denn die Oberligen Baden-Württembergs werden die bei den Männern von der TGS Pforzheim und bei den Frauen von der HSG Pforzheim allein angeführt. Mannschaften aus dem Handballkreis Pforzheim mischen mit dem TV Bretten in der Badenliga und mit dem TV Ispringen auch in der Männer-Landesliga auch ganz vorne mit.

Es gibt mit der SG Pforzheim/Eutingen allerdings auch Sorgenkinder, während man dies bei den in die Badenliga aufgestiegenen Frauen der Eutinger einkalkulieren musste, kommt das Abrutschen der Männer von Hans Christensen in der BW-Oberliga der Männer für die meisten total überraschend.

In der Baden-Württemberg-Liga der Männer steigt gleich zu Beginn der Rückrunde das Lokalderby zwischen der TGS Pforzheim und der SG Pforzheim/Eutingen. Dass die Turngesellen diesmal als klarer Favorit ins Derby gehen, zeigt schon die Tabelle. Nachdem Wolfgang Taafel seinen Weltmeister Andrej Klimovets für den zweiten Teil der Saison verpflichtet hat, zweifelt kaum noch einer, dass im Pforzheimer Männerhandball in der kommenden Saison wieder Drittliga-Handball geboten wird. Mit Christian Streichsbier und Tim Kusterer, die beide ihr Auslandssemester beendet haben, ist die Truppe von Damir Lebovic sogar noch schwerer auszurechnen. Dass am Samstag in der Fritz-Erler-Halle der an Grippe erkrankte Artur Pietrucha möglicherweise ausfallen wird, fällt bei solch einem Kader nicht ins Gewicht.

Ganz anders sieht es im Lager der Eutinger aus. Dort scheint man in dieser Runde wahrlich „die Seuche“ zu haben. Nicht nur dass Rückraumbomber Manuel Frietsch mit seinem kurzfristigen Wechsel nach Leutershausen die Planungen von Hans Christensen über den Haufen warf, schon nach fünf Minuten in der neuen Saison fiel mit Manuel Mönch auch der Kopf der Truppe langfristig aus. Und auch zum Start der Rückrunde wird der Spielmacher und Torjäger der Eutinger nach seiner Daumenverletzung im Spiel gegen Altenheim erneut fehlen. Auch Philipp Schückle, der sich einem Eingriff am Ellenborgen unterziehen musste, wird genauso, wie Keeper Malte Röpcke nicht mitmischen können. Bei so vielen Ausfällen wird Alexander Lipps wohl am Samstag trotz seiner nicht ausgeheilten Fersenverletzung auf die Zähne beißen. Dass die Zähler auf dem Konto der Turngesellen verbucht werden, wird er aber wohl genauso wenig verhindern können, wie die beiden Youngster Dominik Seganfreddo und Nicolai Gerstner, die nach ihren Verletzungspausen wieder mit dabei sind.

Die SG Pforzheim/Eutingen II muss in der Badenliga zur SG St.Leon/Reilingen. Dort zu punkten erscheint nicht unmöglich. Mit einem erfolgreichen Abschneiden in der Fritz-Mannherz-Halle könnte Wolfgang Lipps auch dem HC Neuenbürg unter die Arme greifen.

Neuenbürg hat eine Saison mit Licht und Schatten abgeliefert. Am Samstag beim TSV Viernheim, gegen den man in der Hinrunde unnötig Zähler liegen ließ, hofft man einen guten Neustart. Weil Viernheim eine Mannschaft ist, die mit den Buchbergern auf Augenhöhe agiert, wäre es wichtig, wenn sich Andy Weiss und seine Mitstreiter bei den Südhessen für die Heimniederlage revanchieren könnten.

In der Landesliga der Männer deutet alles darauf hin, dass die Meisterschaft zwischen den nach der Vorrunde punktgleichen TV Ispringen und SG Kronau/Östringen III entschieden wird. Bevor es das Wochenende darauf zwischen diesen beiden Teams ums Eingemachte geht, sollte Ispringen am Sonntag gegen die HSG Ettlingenweier/Bruchhausen, vor keinen allzu großen Problemen stehen. Die TGS Pforzheim II sollte das Heimspiel gegen die TG Eggenstein nutzen, um Distanz zu den Absteigerplätzen zu gewinnen.

In der Oberliga Baden-Württemberg der Frauen wird Spitzenreiter HSG Pforzheim beim Tabellenzweiten TV Holzheim gleich zum Rückrundenstart auf Herz und Nieren geprüft. Ein Sieg im Stauferland wäre wohl ein Riesenschritt in Richtung 3.Liga. Einfach wird er nicht, denn die Göppingerinnen profitierten bisher vor allem von ihrer Heimstärke und sind zuhause noch unbesiegt.