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Mit einer Augenverletzung wurde Michal Wysokinski (hier im Spiel gegen Oftersheim am Ball) ausgewechselt. Ripberger, PZ-Archiv 

TGS rettet mit Kampfgeist einen Punkt

Teningen. Überwiegend zufriedene Anhänger und Spieler der TGS Pforzheim verließen nach einem kampfbetonten Spiel in der 3. Handball-Bundesliga die Teninger Ludwig-Jahn-Halle. Dennoch haderte vor allem TGS- Coach Andrej Klimovets nach dem 28:28 (14:17) bei der abstiegsbedrohten SG Köndringen-Teningen mit seiner Defensive.

Dieser war es über weite Strecken des Spiels nicht gelungen, den baumlangen Halbrechten der Breisgauer, Jan Lennart Beering, in den Griff zu bekommen. Auf der anderen Angriffseite war es der Halblinke Jonathan Fischer, der für die Vier-Tore-Führung der Gastgeber in der 50. Minute fast alleine verantwortlich war. Danach war allerdings Funkstille im Angriff seines Teams – was wohl auch daran lag, dass TGS-Coach Klimovets selbst aktiv ins Spielgeschehen eingriff und seiner Abwehr mehr Stabilität verlieh. Mit großem Willen kämpfte sich die TGS heran. Als Max Mitzel zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff den Ausgleich erzielte, war gar ein weiterer Auswärtssieg der Rot-Weißen in Reichweite. Doch Maris Versakovs war es nicht vergönnt, das 29:28 zu erzielen.

Bis Mitte der ersten Hälfte war es ein Spiel auf Augenhöhe, allerdings ohne den großen Glanz. Vor allem in der Defensive ging die SG so engagiert zu Werke, dass die Pforzheimer ein ums andere Mal Strafwurf forderten – etwa, als mehrfach zwei bis drei Abwehrspieler Kraftpaket Michal Wysokinski innerhalb des Wurfkreises stoppten. Wie beim glanzvollen Heimsieg gegen die Junglöwen am vergangenen Wochenende überzeugte erneut TGS-Eigengewächs Fabian Dykta mit zwei Toren, bis er nach 15 Minuten mit einer Sprunggelenkverletzung ausscheiden musste.

Aber auch ohne ihn dominierte die TGS die Partie bis zum Halbzeitpfiff – da führte man noch mit 17:14. Doch innerhalb von fünf Minuten drehten die Teninger das Spiel. Während die TGS zu zaghaft agierte, war die Heimmannschaft hellwach und ging in der 43. Minute mit drei Toren in Front. In dieser Spielphase erwischte es auch noch Michal Wysokinski, der mit einer Augenverletzung raus musste. Nachdem Florian Taafel seine Farben wieder auf Schlagdistanz gebracht hatte, war es Fischer, der sein Team bis zur 50. Minute scheinbar uneinholbar in Front brachte – ehe die bereits geschilderte Pforzheimer Aufholjagd begann. „Letztendlich war das Unentschieden gerecht“, sagte TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel. Schockiert sei man aber vom Verhalten einiger Köndringen-Teninger Anhänger, „die unsere Fans auf der Tribüne beleidigten und bei Verletzungen unserer Spieler diese auch noch übel beschimpften. Das habe ich in dieser Ausprägung in der dritten Liga noch nie erlebt“, so Taafel. pm