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Seine Qualitäten deutete Kreisläufer Andrej Klimovets (linkes Bild) schon bei seinem Debüt im Trikot der TGS Pforzheim an. Foto: Ripberger

TGS spielt wie ein Titelkandidat

Pforzheim. Mit acht Neuzugängen und einem mit viel Klasse herausgespielten 28:18(12:10)-Heimsieg gegen den TSV Schmiden hat die TGS Pforzheim Appetit auf die neue Saison der Handball-Oberliga Baden-Württemberg gemacht. Dass ein neuer Wind weht bei den Wartbergern zeigt allein der Blick auf die Torschützen.

Nicht Top-Scorer Florian Taafel erzielte am Samstagabend in der Fritz-Erler-Sporthalle die meisten Treffer, sondern der neue Rechtsaußen Marco Kikillus. Der flinke Neuzugang aus Heidelsheim traf zehn Mal, während Taafel „nur“ sechs Mal einnetzte.

Ganz nebenbei feierte Weltmeister Andrej Klimovets ein viel versprechendes Debüt im Trikot der TGS. Der Kreisläufer, erst vier Tage vor dem Spiel verpflichtet (die PZ berichtete), traf fünf Mal vom Kreis. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Einstand. Ich habe nur zwei Mal mit der Mannschaft trainiert“, sagte Klimovets nach der Partie. Sein neues Team habe großes Potenzial und könne sich noch deutlich steigern, wenn es erst einmal eingespielt sei, meint der 38-Jährige, der seine Glanzzeit von 2005 bis 2012 bei den Rhein-Neckar-Löwen hatte. Zuletzt war er beim Bundesligisten HSG Wetzlar unter Vertrag.

Der Weißrusse mit deutschem Pass erzielte auch das erste Saisontor für die TGS, die sich zunächst schwer tat gegen Angstgegner Schmiden. Besser lief es, nachdem Trainer Damir Lebovic von einer 6:0- auf eine 5:1-Deckung umgestellt hatte.

Fast nach Belieben getroffen

Nach der Pause zogen die Gastgeber schnell von 12:10 über 15:10 auf 18:11 weg. Die Partie war gelaufen. Vor allem Rechtsaußen Marco Kikillus traf bei schnellen Gegenstößen nach Belieben. Der 20-jährige Neuzugang von der SG Heidelsheim/Helmsheim gefällt durch super Wurfvarianten und hat das Potenzial zum Publikumsliebling. Liebling der Spieler ist er offenbar schon. „Er ist frech und unbeschwert. Er ist unser Sonnenschein“, sagt Kapitän Florian Taafel, der gut damit leben kann einmal nicht Topscorer zu sein. „Das ist gut. Wir sind jetzt von vielen Positionen gefährlich und nicht ausrechenbar.“

Kikillus selbst gab sich sehr bescheiden nach der Partie: „Heute ist es mir richtig reingelaufen. Ob wir ganz vorne mitspielen können, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Da gehört sehr viel dazu. Von den Spielern her wäre es aber möglich.“