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TGS startet mit Husarenstreich ins neue Handball-Jahr

Schwetzingen. Mit einem Paukenschlag ist die TGS Pforzheim am Samstagabend in die Rückrunde der Handball-Oberliga Baden-Württemberg. Die Pforzheimer Handballer konnten einen verdienten Auswärtssieg verbuchen.

Lediglich eine kleine Außenseiterchance hatte man dem Team von Trainer Hans Christensen beim mit Aufstiegsambitionen in die Runde gestarteten Team der HG Oftersheim/Schwetzingen zugetraut. Doch die Gäste aus der Goldstadt dominierten über nahezu die gesamte Spielzeit die Partie und konnten einen ebenso unerwarteten wie verdienten 33:31 (16:14)-Auswärtssieg verbuchen.

Von Anfang an präsentierte sich die TGS hellwach. In der Abwehr wurde um jeden Meter Boden gekämpft, so dass es den favorisierten Oftersheimern sehr schwer fiel, wie gewohnt ins Spiel zu kommen. Sven Kaiser stieß immer wieder beherzt in die Lücken der offensiv verteidigenden Abwehr, die sich dabei bis zur 12. Spielminute bereits zwei Zeitstrafen einhandelte. Der 6:4 Führung für die TGS folgte durch Tore von Zwissler und Geider der erstmalige Ausgleich zum 6:6 für die Hausherren. Postwendend trafen für die TGS aber Tim Kusterer und Frederik Zergon, doch waren es erneut Sebastian Geider und Jens Zwissler, der insgesamt 14mal erfolgreich war, die ihr Team zum 8:8 Unentschieden heranführten.

Immer wenn man gedacht hatte, dass jetzt Oftersheim das Spiel in die Hand nehmen könnte, konterte die TGS eiskalt. Streichsbier vom Kreis und schnelle Konter der TGS Außenspieler Zergon und Körner, brachten die TGS mit 13:16 in Front und nach einem Treffer von Tobias Schmidt ging es beim Stande von 16:14 für die TGS in die Pause.Beim Halbzeitstand von 16:14 für die Gäste war noch alles offen. Mit einer offensiven 4:2-Deckung und Sven Kaiser und Hagen Körner als vorgezogene Deckungsspieler, überraschte Hans Christensen zu Beginn der zweiten Halbzeit die Angreifer aus der Spargelstadt.

Eine Zweiminutenstrafe für Körner in der 32. Spielminute und in der darauffolgenden Unterzahl weitere Zweiminuten für Tim Kusterer, nutzte die HG Oftersheim/Schwetzingen zum 16:17 Anschlusstreffer. Zwischen der 35. und 42. Spielminute kam nun die stärkste Phase des Spiels für die TGS. Die zunehmend sattelfestere TGS-Abwehr zwang die HG-Spieler zu unvorbereiteten Abschlüssen, und es war immer wieder der überragende Flügelflitzer Hagen Körner, der nach Balleroberung durch die TGS-Abwehr von Jonathan Binder bedient wurde und sicher verwertete.

Beim Stande von 24:19 für die TGS in der 42. Spielminute sah sich HG-Trainer de Maria zu einer Auszeit veranlasst. Manndeckung für TGS-Spielmacher und Antreiber Sven Kaiser hieß die Devise. , und als die TGS in der 49. und 52. Spielminute zwei Zeitstrafen absitzen musste, schien die Strategie des HG-Coachs aufzugehen. Ballverluste und harmlose Abschlüsse der TGS-Angreifer nutzen die Hausherren ihrerseits zu schnellen Kontertoren und so stand das Spiel In der 54. Spielminute, nach dem 28:28 durch Jens Zwissler, der 14 Treffer erzielte, stand die Partie auf Messers Schneide. Doch selbst in dieser prekären Phase behielt das Team von Hans Christensen klaren Kopf und versetzte durch Tore von Sydorchuk, Zergon und Kusterer der HG Oftersheim/Schwetzingen den endgültigen Knockout.

TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel zog ein sehr positives Fazit: „Seit dem verletzungsbedingten Fehlen von Florian Taafel gibt jeder Spieler fünf bis zehn Prozent mehr. Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft. Unsere beiden Außen Hagen Körner und Frederik Zergon haben sich zu Leistungsträgern entwickelt. Auch Christian Streichsbier als belebendes Element im Angriff tut der Mannschaft sehr gut. Dass Tobse Müller mit einer makellosen Quote bei seinen Strafwürfen erfolgreich war, hat zum Sieg in Schwetzingen auch einen erheblichen Beitrag geleistet.” pm

TGS Pforzheim: Krettek, Binder – Heintz, Körner 8, Streichsbier 3, Müller 7/6, Christensen 1, Kaiser 3, Althuon, Koziol, Kusterer 3, Sydorchuk 3, Zergon 5, Roming