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16.08.2017

TGS vor dem DHB-Pokal: „Wir brauchen einen Sahnetag“

Andrej Klimovets weiß ganz genau, wie DHB-Pokal geht. Dreimal in Folge gewann der Handball-Weltmeister als Spieler den Cup. Als Trainer der TGS Pforzheim steht er am kommenden Wochenende vor einer sehr hohen Hürde in der ersten Runde.

PZ: Im DHB-Pokal kennen Sie sich ja recht gut aus. Als Spieler mit der SG Flensburg-Handewitt wurden Sie dreimal in Serie DHB-Pokalsieger. Mit den Rhein-Neckar Löwen standen Sie noch zweimal im Finale.

Andrej Klimovets (lacht): Ja, ich hatte in der Bundesliga in der Tat eine relativ ruhmreiche Pokal-Vergangenheit. Das kann man so sagen. Das war eine sehr schöne und erfolgreiche Zeit, an die ich mich gerne erinnere.

PZ: Als Trainer stehen Sie zum ersten Mal im DHB-Pokal. Am Samstag geht es gegen den Bundesligisten TV Hüttenberg. Haben Sie den Gegner studiert?

Ja, ich habe mir ein paar Videos angesehen und Hüttenberg auch im Internet ausführlich studiert und analysiert. Das wird – logischerweise – nicht einfach für uns.

PZ: Das ist klar. Wie kann man den Gegner charakterisieren. Wo sind die Stärken und Schwächen?

Nun ja, die Mannschaft aus Hüttenberg steht sehr kompakt in der Abwehr. Sie haben einen ausgezeichneten Torhüter. Auch der schnelle Gegenstoß von Hüttenberg ist sehr gut. Da müssen wir uns drauf einstellen und sehr gut aufpassen.

PZ: Die TGS geht als Außenseiter in die Partie. Hat Ihre Mannschaft dennoch eine Chance? Der Pokal hat ja bekanntlich eigene Gesetze.

Ich will es mal so sagen: Im Leben kann sehr viel passieren. Und im Sport sowieso. Manchmal erwischt man einen super Tag. Und der Gegner hat vielleicht gleichzeitig einen schlechten Tag. Möglich ist alles. Wir brauchen einen Sahnetag.

PZ: Im Fußball-Pokal gibt es öfter Überraschungen oder gar Sensationen. Im Handball geschieht es seltener, dass eine unterklassige Mannschaft gegen eine höherklassige gewinnt. Warum ist das so?

Das ist natürlich schwer pauschal zu sagen. Tatsache ist eben, dass im Handball viel mehr Tore fallen. Im Fußball kannst du schon mit einem einzigen Tor sehr viel entscheiden.

PZ: Wenn man im Fußball nach fünf Minuten 0:2 hinten liegt, wie der FC Nöttingen gegen den VfL Bochum im DFB-Pokal, kann das schon entscheidend sein. Im Handball bedeutet es gar nichts.

Genau so ist es. Im Handball kannst du immer noch verlieren, wenn du nach fünf Minuten mit zehn Toren führst.

PZ: Eine Woche nach dem DHB-Pokal beginnt für die TGS die Saison in der 3. Handball-Bundesliga. Wie ist die Vorbereitung gelaufen?

Ich bin bisher sehr zufrieden. Wir sind noch mitten in der Vorbereitung. Wie haben gerade in Östringen ein Turnier gewonnen. Das war sehr gut. Im ersten Teil der Vorbereitung haben wir viel konditionell gearbeitet. Jetzt machen wir viel Taktik. Ich freue mich, dass es jetzt endlich wieder ernsthaft losgeht. Ich denke, wir sind auf einem sehr guten Weg.

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